Herzlich willkommen auf der Seite der Fachschaft Deutsch!

Das Fach Deutsch wird unterrichtet von:

Frau Beisenherz, Frau Hoste, Frau Hünting, Frau Kittel, Frau Knade, Frau Kordt, Frau Lange, Frau Lohoff, Frau Limhoff, Frau Maischatz, Frau Mogk, Herrn Reetz, Herrn Schiller,, Herrn Troue, Frau Stockhaus und Frau Zirbes; unterstützt werden wir im Schuljahr 2020/2021 ebenfalls von der Referendarin Frau Wierling

 

 

 

 

„Unermeßlichen Einfluß auf die ganze menschliche Entwicklung eines Volkes hat die Beschaffenheit seiner Sprache, der Sprache, welche den Einzelnen bis in die geheimste Tiefe seines Gemüts bei Denken und Wollen begleitet und beschränkt oder beflügelt.“
Johann Gottlieb Fichte (1762 – 1814)

Selbstverständnis des Faches

Das Selbstverständnis des Faches Deutsch gründet in der Sprache, die Menschsein ausmacht, und in der Literatur. Sprache ist Voraussetzung für Kommunikation und Kultur; sie befähigt zu selbstbestimmtem und verantwortungsbewusstem Handeln und zur künstlerischen Gestaltung menschlicher, gesellschaftlicher, philosophischer und ästhetischer Wirkungszusammenhänge als einem wesentlichen Teil unserer kulturellen Überlieferung und Gegenwart

Ziele

Der Deutschunterricht am Gymnasium ermöglicht durch die intensive Beschäftigung mit Sprache und Literatur kommunikative Kompetenz, kulturelle und ästhetische Bildung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Er strebt die Erweiterung, Differenzierung und Vertiefung des Vermögens an, die deutsche Sprache in mündlicher und schriftlicher Form als Mittel der Darstellung und Verständigung sowie als Medium und Gegenstand des Denkens und der Erkenntnis zu begreifen und zu gebrauchen. Er verhilft den Schülern dazu, mit Informationen umzugehen, Phantasie auszubilden und Probleme kreativ zu lösen. Damit schafft der Deutschunterricht wesentliche Voraussetzungen für den Unterricht und den Lernerfolg in allen Fächern und Jahrgangsstufen. Auf Grund der intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache und der Auseinandersetzung mit wertbezogenen Fragen von Individuum, Gesellschaft und Welt in literarischen und nicht-literarischen Texten bestimmt das Fach Deutsch die Persönlichkeitsbildung wesentlich mit, fördert vernetztes Denken und erfüllt vielfältige fächerübergreifende und integrative Funktionen. Neben der Sprachkompetenz sind Haltungen wie Selbstreflexion, Aufgeschlossenheit für Literatur, kulturelle Identität, Verständnis und Verantwortungsbereitschaft für Mensch und Welt Leitziele des Faches.

Bildungsstandards

Gemäß den Vorgaben des Schulministeriums sieht sich die Fachschaft Deutsch der Entwicklung von Gestaltungskompetenz zur kritischen Reflexion, zur Werteerziehung, zur Empathie und Solidarität, zum Aufbau sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft verpflichtet.

Darüber hinaus sieht sie sich in Zeiten steigender Integrationsnotwendigkeiten in der Pflicht, einen wesentlichen Beitrag zur interkulturellen Verständigung, zur interdisziplinären Verknüpfung von Kompetenzen sowie zur Vorbereitung auf Ausbildung, Studium, Arbeit und Beruf zu leisten.

Gegenstände

Das Fach Deutsch fördert Einsichten in das System und die Funktionen von Sprache, baut die Fähigkeit zu adressaten- und situationsangemessener sprachlicher Kommunikation weiter aus und unterstützt die Erschließung und Reflexion von Texten und Medien, wie zum Beispiel die Erschließung von Kurzgeschichten, Gedichten, Romanen, etc.

Die Arbeit im Deutschunterricht knüpft an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an und befasst sich mit alltäglichen Situationen, Frage- und Problemstellungen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler kritisch auseinandersetzen und Stellung beziehen, wie zum Beispiel:

  • Jederzeit online, jederzeit erreichbar?
  • Was will ich werden? Wie verfasse ich eine Bewerbung?
  • Sneakers verloren: Wie beschreibe ich die Merkmale eines Gegenstandes?
  • Welche Informationen brauche ich, um einen (Unfall-)Bericht zu schreiben?
  • Warum berichten unterschiedliche Zeitungstypen von verschiedenen Dingen, obwohl sie alle vom selben Tag sind?

In der Oberstufe leistet das Fach Deutsch einen grundlegenden Beitrag zur Kompetenzentwicklung auf dem Weg zur allgemeinen Hochschulreife. Schülerinnen und Schüler erwerben im Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe eine vertiefte rezeptive und produktive Text- und Gesprächskompetenz und erweitern ihr literarhistorisches und ästhetisches Bewusstsein. Daher liegen die Schwerpunkte in der Ausbildung eines reflektierten Verständnisses in der Auseinandersetzung mit Medien aller Art, der Fähigkeit sich mit diesen ästhetisch sensibel, analytisch und ggf. auch gestaltend auseinanderzusetzen.

Kompetenzbereiche

Sprechen und Zuhören

Durch verschiedene Formen des Sprechens und Kommunizierens gewinnen die Schüler zunehmend Sicherheit beim Erzählen, Informieren, Argumentieren und Diskutieren sowie beim Referieren und mündlichen Vortragen. Sie begreifen, dass mündliche Kommunikation das bewusste und konzentrierte Zuhören ebenso erfordert wie das Einhalten von Regeln. Systematisch und gezielt erlernen die Schüler die Grundlagen einer praxisbezogenen Rhetorik und werden befähigt, vor einem Publikum frei, adressaten- und themenbezogen zu sprechen. Vorlesen, Vortragen und Gestalten sind besonders geeignet, Sprachbewusstsein zu erzeugen, die Bedeutung und Wirkung von Sprache erfahrbar zu machen, Imaginationsfähigkeit auszubilden sowie die inhaltliche und motivliche wie die sprachlich-ästhetische Qualität von Literatur zu erfassen.

Schreiben

Aus dem Deutschunterricht erwächst eine Vielzahl motivierender Schreibanlässe, die auf den Adressaten Bezug nehmen und in unterschiedlichen Formen realisiert werden können. Beim informierenden, gestalterischen und erörternden Schreiben sowie beim Schreiben als interpretative Auseinandersetzung mit Texten greifen die Schüler Schreibmuster und -traditionen auf, variieren aber auch Vorlagen und formulieren frei. Dabei lernen sie, Gedanken zusammenhängend zu entwickeln, sich sach- und situationsgemäß zu äußern, Meinungen zu begründen und argumentativ darzustellen, Thesen zu beurteilen, mit Sprache kreativ-spielerisch umzugehen und sie als persönliches Ausdrucksmittel zu begreifen und anzuwenden. Besonderer Wert wird auf eine geschlossene, planvoll gegliederte sprachliche Darstellung und die Bewältigung formaler Anforderungen gelegt. Schreiben stellt dabei einen Prozess dar, der – in verschiedenen Formen und mittels unterschiedlicher Medien – das Planen, Formulieren, Korrigieren und Überarbeiten umfasst. Ein wesentliches Ergebnis des gymnasialen Deutschunterrichts ist Geläufigkeit im Schreiben, auch im Hinblick auf Studium und Beruf. Die schriftlichen Leistungserhebungen im Fach Deutsch überprüfen unter Beachtung des Prinzips der Progression die Beherrschung der wesentlichen Grundformen des Schreibens in der jeweiligen Jahrgangsstufe.

Lesen

Ziel ist es, grundlegende Lesefertigkeiten, d.h. die Fertigkeiten, flüssig und sinnbezogen lesen zu können, zu entwickeln und altersspezifisch zu sichern, welches als Basiskompetenz im Kernlehrplan Deutsch für die Sekundarstufe I G 8, S.17) ausdrücklich ausgewiesen ist. Dieses resultiert aus der Beobachtung, dass auch an Gymnasien in den Anfangsklassen schwächere Leseleistungen immer häufiger diagnostiziert werden, die sich in unangemessener Leseflüssigkeit (Erschließen von Wortbedeutungen, Lesegeschwindigkeit, Automatisiertheit und sinnbetonendes Lesen) zeigen. Diese grundlegenden Lesefertigkeiten stellen eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung höherer Niveaustufen der Lesekompetenz dar, die auch für andere Unterrichtsfächer in der Mittel- und Oberstufe von Bedeutung ist.

Ein weiteres Ziel ist es, die Lesemotivation der SchülerInnen zu erhöhen und sie zu regelmäßiger Nutzung von Bibliotheken zu ermuntern.

  • Bücherei

Einen großen Beitrag zur Leseförderung leistet die schuleigene Schülerbücherei. In der Mittagspause haben die SchülerInnen die Möglichkeit in der Bibliothek zu lesen und zu recherchieren sowie Bücher auszuleihen

  • Lesewettbewerb

Die Freude am Lesen wird besonders unterstützt in den sechsten Klassen durch regelmäßige Lesewettbewerbe. Die schuleigenen Gewinner haben die Möglichkeit sich im außerschulischen Kontext zu messen.

Mit Texten und Medien umgehen

Die Schüler lernen das Spektrum deutschsprachiger und – in Übersetzungen –auch fremdsprachiger Literatur kennen, außerdem die Vielfalt anspruchsvoller Sach- und Gebrauchstexte. Bei der Beschäftigung mit literarischen Formen und Gattungen sowie Stoffen und Motiven der Weltliteratur erwerben die Schüler Wissen, legen Erkenntniskategorien an und bilden Werthaltungen sowie ästhetische Urteilskraft aus. Die Auseinandersetzung mit literarischen Epochen und Strömungen macht zudem die historische Dimension von Texten deutlich. Die Schüler entwickeln im Umgang mit Sachtexten und Sachbüchern ihre Fähigkeit, den Informationsgehalt und die Argumentation zu analysieren und zu bewerten. Insbesondere in den Jahrgangsstufen 11 und 12 erschließen sie auch deren gesellschaftliche, ethische und philosophische Relevanz. Die Begegnung mit Texten wird in allen Jahrgangsstufen vom Prinzip der differenzierten, individuellen Leseförderung geleitet; der Zusammenarbeit mit dem Elternhaus und außerschulischen Bildungseinrichtungen kommt dabei große Bedeutung zu.

Der selbstbestimmte Umgang mit Medien fördert die Entwicklung einer  eigenständigen und reflektierten Einstellung zu ihnen und verhilft Schülern dazu, deren Angebote und Möglichkeiten verantwortungsbewusst, sachgerecht, sinnvoll und kreativ zu nutzen. Elektronische Medien werden als Werkzeug mit zunehmender Geläufigkeit und geprägt von Gestaltungswillen und Formbewusstsein eingesetzt.

Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

Differenziertes Wahrnehmen, Denken und Sprechen befähigen zur Aneignung von Welt und prägen die Einstellung zu ihr. Wer die Sprache beherrscht, durchschaut auch leichter deren Missbrauch. Indem der Deutschunterricht die Schüler in die Lage versetzt, die Welt durch Sprache zu erschließen, Identität zu entwickeln und sich kultureller Traditionen wie gegenwärtiger Entwicklungen bewusst zu werden, stellt er eine entscheidende Voraussetzung dafür dar, sich in komplexen Zusammenhängen zu orientieren. Das reflektierte Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift als grundlegendes Element der Persönlichkeitsbildung ermöglicht Selbstbestimmung, Offenheit, Toleranz und Teilhabe am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Geschehen der Zeit. Darüber hinaus verhilft es zu Urteilsfähigkeit und Distanznahme, unverzichtbaren Eigenschaften einer reifen Persönlichkeit.

Lehrwerke

In Deutsch arbeiten wir mit den folgenden Lehrwerken:

Cornelsen Deutschbuch Gymnasium G9 NRW (Stufe 5,6,7 und 8),

Cornelsen Deutschbuch Gymnasium G8 NRW (Stufe 9),

Cornelsen Texte, Themen und Strukturen: Deutschbuch für die Oberstufe (Stufe 10,11 und 12)

sowie verschiedenen Primärwerken.

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