Literaturkurse am EBG

In der Sekundarstufe II können im sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld am EBG der Literaturkurs Film, der Literaturkurs Kreatives Schreiben – Poetry Slam und der Literaturkurs Theater in der Q1 angewählt werden. Es sind Grundkurse, die jeweils über ein Schuljahr fortgeführt werden und an deren Ende eine Präsentation eines Projektes steht. Sie werden alternativ zu Kunst oder Musik gewählt.

Die Bezeichnung ‚Literatur‘ weist darauf hin, dass Texte in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen im Mittelpunkt des Unterrichts stehen.
Hier geht es nicht  um Deutschunterricht mit verändertem Schwerpunkt. Vielmehr stellen die Literaturkurse ein sprachlich-künstlerisches Fach mit dem Schwerpunkt kreativ-gestalterischer Arbeit dar. Konkret heißt das: Wir drehen selbst Filme, schreiben Texte und wir spielen Theater.

In Literaturkursen werden u.a. Inhalte und Arbeitsweisen der sprachlichen und künstlerischen Fächer aufgegriffen. Der wesentliche Unterschied zum Fach Deutsch liegt in der Projektorientierung  (hierin ähneln Literaturkurse einer Theater- oder Film-AG).

Grundsätzlich gilt für Literaturkurse, dass ihre Projektergebnisse einem Publikum,  präsentiert werden. So konzentriert sich nach der Themenwahl und der Erprobung jeweils geeigneter Darbietungsmittel die Arbeit auf Planung, Herstellung und Präsentation des Produkts. Der Literaturkurs Theater beispielsweise erübt im ersten Halbjahr verschiedene Theatertechniken, die im zweiten Halbjahr zu zwei Abendaufführung einer Theaterproduktion  führen. Im Literaturkurs Film werden in der ersten Phase filmtechnische Produktionsweisen in Kleingruppenarbeit erprobt und im zweiten Halbjahr an einer eigenen Kurzfilmproduktion angewendet.

In ihnen planen und Schüler Projekte und setzen sie innerhalb größerer Zeiträume um. Dabei sind planerische und organisatorische Leistungen ebenso gefragt wie Durchhaltevermögen und Teamarbeit, bei der sich alle aufeinander verlassen können. Werkstatt als Arbeitsform bedeutet gemeinsames Ausloten, Planen, Verwerfen, Durchführen, Kontrollieren und Produzieren in einem Unterricht, in dem experimentelles Handeln möglich ist und den die Schüler im Hinblick auf Inhalte und Verlauf weitgehend eigenverantwortlich und selbstständig bestimmen können.

So fordern Literaturkurse die Schüler auf, geschlechter- und kulturstereotype Zuordnungen zu hinterfragen, sind sie ein wichtiger Bestanteil der Werteerziehung, der Empathie und der Solidarität. Sie leisten unter anderem einen besonderen Beitrag zur kulturell-ästhetischen Bildung und Erziehung in der gymnasialen Oberstufe.

Unterrichtet wird das Fach Literatur Film von Herrn Homeyer, das Fach Literatur “Kreatives Schreiben – Poetry Slam” von Fr. Hünting und das Fach Literatur Theater von Frau Kühn und Frau Kamisli.

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