Unterricht im gebundenen Ganztag in G9 am EBG

Seit dem Schuljahr 2010/2011 ist das EBG ein Ganztagsgymnasium. Unsere Schule reagierte damit auf die veränderten Ansprüche unserer Gesellschaft an eine gerechte und zukunftstaugliche Bildung und Erziehung von Kindern. Damit einher geht ein verändertes Verständnis von Schule und schulischem Lernen, das sich in unserem Konzept des Ganztages widerspiegelt. 


Was bedeutet „Unterricht im gebunden Ganztag in G9“ am Ernst-Barlach Gymnasium konkret?

Mit der Rückkehr zum Bildungsgang G9 wird es am Ernst-Barlach Gymnasium eine sanfte Flexibilisierung des Ganztagskonzeptes geben, den „Ganztag Light“:

Das bedeutet:  

  • 20 % mehr Lehrerstunden für zusätzliche Lern- und Förderangebote (im Vergleich zu klassischen Halbtagsgymnasien)
  • Verstärktes individuelles Fördern und Fordern aller Schülerinnen und Schüler
  • Pflichtunterricht an drei Tagen (Mo, Mi, Do) von 8.10 Uhr bis 15.20 Uhr
  • An zwei Tagen (Di, Fr) endet der Pflichtunterricht um 13.30 Uhr.
  • Verlässliche Betreuungs- und Förderangebote (freiwillige Arbeitsgemeinschaften und Lernzeiten) bis mindestens 16.05 Uhr.
  • Rhythmisierung des Unterrichtstages durch möglichst viele Doppelstunden.
  • Erledigung eines großen Teils der Lernaufgaben bereits in der Schule unter fachlicher Betreuung durch die eigenen Fachlehrer.
  • Möglichkeit zu einem regelmäßigen warmen Mittagessen zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr (Montag, Mittwoch und Donnerstag).
  • Zusätzliche pädagogische Unterstützung durch unsere Schulsozialarbeiterin der Caritas, die in Vollzeit an unserer Schule tätig ist.

In den neunten Stunden (15.20-16.05 Uhr) können die Schülerinnen und Schüler an den langen Tagen aus einem optionalen Angebot, verbindlich für jeweils ein Halbjahr, zusätzliche Arbeitsgemeinschaften anwählen. Hier können Sie das aktuelle Angebot einsehen (LINK Plan).

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird es die Möglichkeit geben, die Lernzeitaufgaben selbstverantwortlich zu bearbeiten. Das kann in von Fachlehrern betreuten Lernzeiten in der Schule oder aber auch zu Hause geschehen. Damit bereiten wir die Schülerinnen und Schüler auf das stärker werdende selbstverantwortliche Arbeiten in der gymnasialen Oberstufe vor.

Die Rhythmisierung des Lerntages

Unterrichtsbeginn ist täglich um 8.10 Uhr.

An den langen Schultagen (Mo, Mi, Do) findet für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 im ersten Halbjahr Unterricht bis 15.20 Uhr statt, die Profilklassen (MINT und Bilingual) haben einen langen Nachmittag bis 16.05 Uhr.

Zusätzlich bieten wir optional Arbeitsgemeinschaften in der in der 9. Stunde an, die verbindlich für ein Halbjahr angewählt werden können. Eine Übersicht über das aktuelle Angebot finden Sie hier.(LINK)

Der Unterricht am Vormittag findet, soweit der Gesamtstundenplan der Schule dies zulässt, in Doppelstunden statt. Wir haben uns bewusst für das Doppelstundenmodell entschieden, da dies zu einer entspannteren Gestaltung des Vormittags mit mehr Möglichkeiten zu längeren schüleraktivierenden oder kooperativen Arbeitsformen führt.

An den langen Tagen wird der Fachunterricht nach der 6.Stunde um 13.30 durch eine einstündige Mittagspause unterbrochen, in der die Kinder auf Bestellung eine warme Mittagsmahlzeit einnehmen oder ihren individuellen Bedürfnissen nach Spiel, Sport, Kommunikation, Entspannung etc. nachgehen können.

Ein Beispiel des Stundenplans einer 5. Klasse können Sie hier einsehen.

Ein Beispiel des Stundenplans einer 6. Klasse können Sie hier einsehen.


Die pädagogische Mittagsbetreuung

Im gebundenen Ganztag steht den Schülerinnen und Schülern eine einstündige Mittagspause zu, die sie ihren Bedürfnissen entsprechend individuell verbringen können. In dieser Zeit haben sie die Gelegenheit ein warmes Essen einzunehmen, „offene Angebote“ wahrzunehmen, den Schulhof mit seinen vielen Möglichkeiten zu nutzen oder auch sich auszuruhen.

Die Förderung der motorischen, kognitiven und sozialen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler ist Sinn und Zweck des bereits bestehenden Projektes „Bewegte Pause“ und soll einen Ausgleich zum Unterricht darstellen.

Die pädagogische Übermittagsbetreuung wird von unserer Schulsozialarbeiterin Lydia Schröder maßgeblich mitgestaltet, unterstützt von einem Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (BufDi), Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 aus dem Projekt „Schüler in Verantwortung“ und einigen Kolleginnen und Kollegen, die verschiedene offene Angebote anbieten.

 

Für eine größere Ansicht klicken Sie hier.

 
McBarlach: Tischtennis, Billard, Kicker
Schüler/innen-Bücherei: Bücherausleihe, Sitzkissen zum gemütlichen Lesen, Computer zum Recherchieren
Mensa: Zwei Menüs stehen zur Auswahl (Bestellungsmodalitäten finden Sie auf der Homepage des EBG)
Sporthalle: Die gesamte Halle steht für sportliche Aktivitäten zur Verfügung
Schulhof: Fußball, Basketball, Tischtennis, Niedrigseilgarten, Sitzgelegenheiten, etc.
Vor Haus 2: Spiel- und Sportgeräteausleihe
 
Raum 401 „Basteln und Spielen“: Bastel- und Gesellschaftsspiel-Angebote für die unteren Jahrgänge.
Raum 402 „Schülercafé“: Mittelstufenraum mit Kaffeeautomat, Sofa
Raum 403 „Oase“: Rückzugsraum
Raum 413: Schülerarbeitsraum: Arbeitsmöglichkeit in ruhiger Atmosphäre
Wechselnde Angebote: z.B. Musikraum: Singen, Schulhof: Jonglage, Kunstraum: Computerkunst
Der Aufenthalt in den Klassenräumen ist nicht gestattet.

Eigenverantwortliches Lernen

Lernzeiten

An Ganztagsschulen werden gemäß dem „Hausaufgabenerlass“ (§ 9 Absätze 1 und 3 SchulG) Hausaufgaben in der Sekundarstufe I durch Lernzeitaufgaben ersetzt. Um die wertvolle Möglichkeit der selbstständigen Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem Unterrichtsstoff zu gewährleisten, sind auch nach der Umstellung von G8 zu G9 in den Jahrgängen 5 bis 8 obligatorische Lernzeiten in den Hauptfächern beim jeweiligen Fachlehrer in den Schultag des EBGs integriert worden. Die Bearbeitung von „Lernaufgaben“ in den Lernzeiten ermöglicht die Festigung und Vertiefung des im Unterricht Gelernten in den Kernfächern (Deutsch, Mathe, Englisch, zweite Fremdsprache). Sie sind im Sinne der Rhythmisierung als Phasen des selbstständigen Lernens an den langen Unterrichtstagen gedacht. Die Lernzeiten sind so in das Gesamtkonzept des Ganztags eingebunden, dass es in der Regel keine schriftlichen Aufgaben mehr gibt, die zu Hause erledigt werden müssen. In den Jahrgangsstufen 9 und 10 werden die Lernzeiten jedoch als freiwillige Lernzeiten angeboten, damit die Schülerinnen und Schüler sich auf die selbstständige Arbeit in der Sekundarstufe II vorbereiten können.

Lernzeiten sollen den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen, sich individuell und vertieft mit Wissensgebieten zu beschäftigen und den zuvor behandelten Stoff einzuüben und zu vertiefen. Dabei werden sie in der Regel von ihrem jeweiligen Fachlehrer betreut. Auf Grundlage unserer Erfahrungen und der verschiedenen Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler und der Elternschaft haben wir ein Lernzeiten-Konzept entwickelt, das den Vorgaben entspricht und die Organisationsform des gebundenen Ganztags in der Sek. I berücksichtigt.

Schwerpunkttage zur Methodenkompetenz in den Klassen 5 und 6.

Das Projekt SchülerInnen in Verantwortung in Klasse 9 zur Förderung und Stärkung sozialer Kompetenzen.

 

Die wissenschaftspropädeutische Woche in der Oberstufe.


Lernzeiten

Wesentliches Element des individuellen, eigenverantwortlichen Lernens im Ganztag sind die LERNZEITEN. Diese sind als feste Zeiten selbständigen Lernens in den Stundenplan integriert und sollen die in pädagogischer wie didaktischer Hinsicht oft kritisierten herkömmlichen Hausaufgaben in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik und 2. Fremdsprache größtenteils ersetzen. In den Lernzeiten arbeiten die Kinder unter Aufsicht und Begleitung ihrer Fachlehrer/innen, teils in Einzel-, teils in Partner- oder Gruppenarbeit. Hier können die Schülerinnen und Schüler in  ihrem eigenen Lerntempo und mit der Möglichkeit zur Selbstkontrolle lernen. Bei Fragen steht ihnen die Fachlehrerin/der Fachlehrer zur Verfügung. Nach einer Anfangsphase des Kennenlernens können zunehmend leistungsdifferenzierte Lernaufgaben gestellt werden, die die Kinder auf ihrem Weg zu einer angemessenen Selbsteinschätzung ihres Könnens unterstützen. Häusliches Arbeiten kann nicht völlig entfallen, beschränkt sich im Wesentlichen  aber auf das Lernen von Vokabeln in den Fremdsprachen, das Lesen von Lektüren, ggf. das Nacharbeiten von versäumtem Lernstoff und das Vorbereiten von Klassenarbeiten. Um den Schülerinnen und Schülern auch in den nicht-schriftlichen Fächern die Vertiefung fachlicher und (fach-)methodischer Kompetenzen zu ermöglichen, gibt es derzeit einen Probelauf zur Einbindung dieser Fächer in das Lernzeitenkonzept. Jedem Fach ist ein Schulhalbjahr zugeordnet, für das  den Schülerinnen und Schülern, angebunden an den stattfindenden Unterricht des Halbjahres, ein Ordner mit Materialien vorliegt, die dann bearbeitet werden, wenn die Kernfachaufgaben schon erledigt sind. Zur Unterstützung der Arbeitsorganisation sowie zur regelmäßigen Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule über das Lern- und Arbeitsverhalten der Kinder wurde als Lernplaner das „EBG-Heft“ entwickelt, mit dem jedes Kind ab Beginn der 5. Klasse umzugehen lernt.


Zusammenarbeit/Arbeitskreise

Arbeitskreis Ganztagsgymnasium

Das EBG ist beteiligt am Arbeitskreis II der gebundenen Ganztagsgymnasien der Bezirksregierung Münster. Zweimal jährlich nehmen wir seit 2010 an diesen Treffen teil, in denen pädagogische, rechtliche und organisatorische Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung erörtert werden, und aus denen wir wertvolle Impulse aus der Praxis anderer Schulen erhalten haben.

 

Netzwerk Zukunftsschulen

Im Netzwerk “Zukunftsschulen NRW” finden Schulen Raum für eine begleitete Netzwerkarbeit im Bereich der Individuellen Förderung. Thematische Angebote unterstützen in der Unterrichts- und Schulentwicklung.

Aktuell engagiert sich eine Arbeitsgruppe des EBGs im „Netzwerk Förder- und Forderkonzeption im Übergang SI/II”. Als Referenzschule bringt das EBG in diesen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der am Netzwerk beteiligten Gymnasien aus Münster, Ölde, Stadtlohn und Paderborn vor allem die Erfahrungen mit Beratungsgesprächen und Lernzeiten in der 8 und 9 ein.

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