Prävention von Cybermobbing

Warum benötigt das EBG ein Präventionskonzept zum Thema Cybermobbing?

Im Alltagsleben der Jugendlichen heute sind die so genannten neuen Medien nicht mehr weg­zudenken. Ein Großteil der SchülerInnen des EBG besitzt ein Smartphone, oft ist dieses auch internetfähig. Studien des Medien­pädagogischen Forschungsverbundes Südwest MPFS belegen, dass bereits 14% der 6- bis 7- Jährigen in Deutschland ein Handy/Smartphone besitzen. Ebenso besteht bei 95% der 12 bis 13-Jährigen eine Voll­aus­stattung mit Mobiltelefonen (vgl. Schultze-Krumbholz et al., 2012, S. 10). Unsere SchülerInnen wachsen mit diesen und weiteren neuen Medien auf, sie sind aus ihrem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken.      

Die neuen Medien bieten ein enormes Potential, jedoch sind damit auch Gefahren verbunden. Schnell ist eine böse SMS geschrieben, eine Foto verbreitet oder auch eine „Wir-hassen-Paul-Whatsapp-Gruppe“ ge­grün­det. Szenarien, die den meisten Kollegen und Kolleginnen nicht fremd sind. Und dabei vergisst das Internet nicht, Inhalte können meist nicht mehr gelöscht werden und verbreiten sich rasend schnell. Die potentielle Anonymität, die Unbegrenztheit des virtuellen Raums hebt das Cybermobbing vom tradi­tionel­len Mobbing ab (vgl. Schultze-Krumbhols et al., 2012, S. 12). Dabei stellt sich die Frage, ob es die Aufgabe der Schule ist, auf diese Entwicklung zu reagieren, da ein Großteil des Cybermobbings in der Frei­zeit stattfindet. Diese Frage ist aber dennoch eindeutig mit Ja zu beantworten, denn der Bezug zur Schu­le ist in den meisten Fällen gegeben. Opfer und Täter kennen sich nicht selten durch den Schulalltag. Das „traditionelle Mobbing wird einfach im virtuellen Raum fortgesetzt“ (Smith et al., 2008; Steffgen/König 2009). Die Folgen für das Opfer sind nicht minder schwerwiegend. Im Gegenteil: der psychische Druck der Opfer erhöht sich insofern, dass durch die permanente Konfrontation mit den Tätern keine Ruhe- und Re­flek­tions­phasen ermöglicht werden, so dass es zu dauerhaften Stressreaktionen, emotiona­ler Belastung, Angst, Gefühlen wie Wut und Traurigkeit kommt, die sich längerfristig sowohl psy­chisch als auch physisch aus­wirken.

Cybermobbing Präventionskonzept der Jahrgangsstufe 5

Die meisten SuS sind mit einem internetfähigen Smartphone ausgestattet und haben zudem Facebook- oder Whatsapp-Accounts. Viele bereits durch die Medien bekannte Fälle von Cybermobbing machen deutlich, dass wir als Schule nicht nur im Akutfall, sondern schon präventiv handeln müssen.

Unser Konzept wendet sich daraufhin schon an die Klassen der Jahrgangsstufe 5, um dort ein, im schulischen Rahmen, erstes Bewusstsein bezüglich dieser Thematik schaffen zu können. Durch das Präventionsprogramm werden unsere SchülerInnen darin unterstützt, ihre persönliche Medien­kompetenz zu erweitern, um einen verant­wor­tungs­bewussten Umgang mit eben diesen Medien sicher­zustellen zu können.

Das EBG hat sich diesem Thema angenommen und führt in jedem Jahr mit den SchülerInnen der Jahrgangsstufe 5 verschiedene Module durch. Diese umfassen folgende Themenbereiche:

  1. Was ist eigentlich Mobbing/Cybermobbing?
  2. Situationen mit den Augen anderer sehen – Wie wirkt sich Cybermobbing auf ein Kind aus?
  3. Was kann ich im Akutfall tun? – Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten
  4. Richtiger Umgang mit dem Internet – Schwerpunkt Soziale Netzwerke
  5. Rechtlicher Hintergrund

Cybermobbing Präventionskonzept der Jahrgangsstufe 7

In der Jahrgangsstufe 7 findet ein eintägiges Aufbauprojekt statt. Auch hier arbeiten die SchülerInnen im Klassenverband zu verschiedenen Themenbereichen, frischen ihr Wissen auf und werden über weitere Gefahren des Internets und vor allem der sozialen Medien aufgeklärt. Dieses Projekt umfasst folgende Themenbereiche:

  1. Was war nochmal Cybermobbing? – Aktivierung von vorhandenem Wissen
  2. Das Beispiel Star Wars Kid – wie wirkt sich Cybermobbing auf das Leben eines Menschen aus? – Aufstellen von Regeln für die Veröffentlichung von Fotos und Videos
  3. Privatsphäre wieso? – Umgang mit persönlichen Daten im Internet
  4. Was bedeutet Sexting und Cyber-Grooming? – Gefahren im Netz
  5. Medien Knigge – Wie lassen sich die wichtigsten Regeln im Umgang miteinander und mit Selbstdarstellung im Netz zusammenfassen?

Weiterführende Links zum Thema:

Sollten Sie Interesse an diesem Thema haben, können wir Ihnen die Seite www.klicksafe.de empfehlen. Hier finden Sie umfangreiche und vor allem aktuelle Informationen zum Thema Cybermobbing, aber auch zu den neuen Medien etc..

Auch auf der Seite der Polizeilichen Kriminalprävention (http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing.html) findet man weitere Informationen.

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