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Am 07.03.2018 besuchte Landtagsvizepräsident Oliver Keymis (Bündnis 90/Die Grünen) in Begleitung von Landtagssachbereichsleiterin „Jugend und Parlament“ Doro Dietsch das EBG. Eingeladen zu dieser Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur politischen Bildung waren die 150 Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10).

Grußworte durch Dr. Friedrich Mayer, Schulleiter des EBG, und Tim Unger, Fachvorsitzender Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften, leiteten die Veranstaltung ein. Dr. Mayer betonte die Besonderheit, „vom Parlament besucht zu werden“, denn immerhin sind Besuche des Landtags in Düsseldorf und des Europäischen Parlaments in Brüssel seit vielen Jahren feste Bestandteile der schulinternen Curricula. Der umgekehrte Fall jedoch feierte am 07.03.2018 Premiere.

Unger unterstrich den hohen Stellenwert der politischen Bildung am EBG, was sich u.a. im Leitbild der Schule in der Zielsetzung zeige, „junge Menschen zu Toleranz, Offenheit, kritischem Denken und somit Mündigkeit zu erziehen“. Dieser Stellenwert lasse sich ferner in der hohen Beliebtheit des Faches Sozialwissenschaften ablesen, das ab dem kommenden Schuljahr am EBG – als einziger Castrop-Rauxeler Schule – als Leistungskurs in der Qualifikationsphase angeboten werde. Vor diesem Hintergrund stelle die Veranstaltung am 07.03.2018 einen weiteren Baustein dar, die höchst aktuelle Forderung Ernst Barlachs umzusetzen: „Die ganze Welt ist in schiefer Position, das Ausbalancieren darf aber nicht aufgegeben werden.“

Atmosphärisch intensiv wurde es im anschließenden Auftritt der Schulband um Sängerin Katharina Woop (Q2), die in reduzierter Besetzung mit Ed Sheerans „I see fire“ die vollbesetzte Aula musikalisch einstimmte. Dabei wiesen die jungen Musiker wie gewohnt ihr Können nach und ernteten große Anerkennung und frenetischen Applaus – auch durch Landtagsvizepräsident Keymis.

Durch diese Veranstaltung wurde die Politik den Schülern anschaulich nähergebracht.

Neele, Kim und Ajla

Den ersten Teil der Veranstaltung gestaltete Sachbereichsleiterin „Jugend und Parlament“ Doro Dietsch mit Hilfe einer Präsentation. In dieser wurde beispielhaft der Tagesablauf eines Landtags(vize)präsidenten erläutert, inklusive der vielfältigen Aufgabenbereiche und Anforderungen, denen er sich stellen muss. Hinzu kommen u.a. die Leitung von Landtagssitzungen, die Eröffnung von Ausstellungen, Treffen mit Botschaftern und vieles mehr. Außerdem wurden die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Zusammensetzung des Landtages und der Arbeit in Ausschüssen aufgefrischt.

Er erzählte uns mit einer Prise Humor von seinem schulischen, beruflichen und politischen Werdegang und wie er über eine aktive Mitarbeit in einer Bürgerinitiative zur Verhinderung einer großen Straße durch seinen Heimatort zur Partei Bündnis 90/Die Grünen gelangte, bis er schließlich für den Landtag kandidierte. Die meisten Fragen meisterte er mit Bravour und fand das richtige Maß an Ernst und Humor, mit denen er die Fragen beantwortete, wie es sich auch für einen Politiker gehört. Für die Schüler war es eine sehr interessante Erfahrung die Meinung zu dem momentanen politischen Geschehen von einem hochrangigen Politiker zu hören.

Evren, Tassilo, Christopher, Luca, Joel

Zusammenfassend betrachtet war es ein spannender und lehrreicher Austausch.

Antonia, Charlotte, Emily, Lynn, Sarah und Stella

Die Moderation des zweiten Teils der Veranstaltung übernahm der Landtagsvizepräsident selbst. Nach einer kurzen Vorstellung seiner (beruflichen) Biografie, seiner Aufgabenbereiche und seiner Arbeitsschwerpunkte stellte sich Keymis für knapp eine Stunde den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Die Veranstaltung wurde bewusst nicht thematisch begrenzt – entsprechend vielfältig und interessengeleitet fielen die Fragen aus. So wurden u.a. folgende Bereiche diskutiert:

Der Wahlerfolg der AfD bei der letzten Landtagswahl, die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis und deren mögliche Bedingungen, das US-Waffenrecht vor dem Hintergrund der jüngsten Vorfälle an US-amerikanischen Schulen, die Finanzierung der Bundeswehr und deren Einsatzgebiete im Ausland, die geplante Rückkehr (fast) aller Gymnasien in NRW zu G9 und die daraus resultierenden Finanzierungsfragen, Ausgestaltungsmöglichkeiten und Folgen, die Zukunft der Dieselmotoren und E-Mobilität u.a. in Städten in NRW, die Sicherheit am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht 2016/2017, das Verhältnis von Religion und Politik, die Flüchtlingspolitik sowie die Beziehung der EU zu Russland.

Keymis gelang es dabei durchweg, den Schülerinnen und Schülern die jeweilige Perspektive seiner Antwort zu verdeutlichen. Dieses Vorgehen war insofern wichtig, als er das EBG nicht als Parteipolitiker besuchte, sondern als (dienstältester) Landtagsvizepräsident, der „den ganzen Landtag repräsentiert“ – unabhängig von parteipolitischen Sympathien oder Antipathien.

In ihrer abschließenden Danksagung bewertete Schülerin Emily Specht (EF) die Veranstaltung dahingehend als Erfolg, dass der Besuch ein gutes Beispiel für Kommunikation sei, was „gerade in dieser Zeit“ enorm wichtig sei. Landtagsvizepräsident Keymis, so Specht, sei es gelungen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass junge Menschen sich für Politik zu begeistern.

Damit setzte sie einen gelungenen Schlusspunkt unter die lehr- und abwechslungsreichen 90 Minuten Veranstaltung, die in konzentrierter Atmosphäre viele neue Erkenntnisse ermöglicht hat. Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe zur politischen Bildung am EBG ist für das laufende Schuljahr geplant.

Tim Unger, StD, Fachvorsitzender Politik/Wirtschaft / Sozialwissenschaften

Herr Keymis stellte uns auch noch seinen beruflichen Werdegang vor und erklärte mit Freude, wie er es bis zum Landtagsvizepräsidenten geschafft hat. In der Diskussionsrunde stellten politisch interessierte Schülerinnen und Schüler Fragen, die Herrn Keymis oft zum Nachdenken brachten. Die Themen waren unter anderem die Digitalisierung, die Kölner Silvesternacht und der Umgang im Parlament mit dem Einzug der AfD. Außerdem sprachen wir noch über unser jetziges und zukünftiges Schulsystem. Nachdem er sich für die Gastfreundschaft und das politische Interesse bedankt hatte, gingen wir mit einem guten Gefühl in die Pause.

Sakimsan, Jonas und Konstantin

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