Klimaschutzpreis 2019 –  wir haben es nochmal geschafft!

Klimaschutzpreis 2019 – wir haben es nochmal geschafft!

Am 03. Dezember 2019 wurde zum 17. Mal der Klimaschutzpreis der EUV Stadtbetriebe und Innogy ausgelobt und das EBG durfte sich wieder über einen der vordersten Plätze freuen. Mit der Fortführung und Erweiterung der bestehenden Klima- und Artenschutzprojekte konnte das EBG den dritten Platz erzielen und erhielt dafür 1000,- Euro. Bürgermeister Heiko Kravanja überreichte einer Delegation der 5er MINT – Klasse die Urkunde und lobte in seiner Rede das Engagement aller Preisträger und Bewerber. Die Kinder berichteten stolz von ihrem aktuellen Igelschutzprojekt und freuten sich sehr über das Preisgeld, es soll in die Fortführung und den Ausbau des Projektes investiert werden.

Das EBG leistet bereits seit Jahren durch viele kleine Teilprojekte einen aktiven Beitrag zum Klima– und Artenschutz. Im letzten Jahr haben sich verschiedenste Klassen und Kurse um ein vielschichtiges Bienen-/Artenschutzprojekt gekümmert. Dafür wurden vier Bäume gepflanzt, ein alpiner Steingarten angelegt, Bienenhotels gebaut und aufgehängt und bienenfreundliche Wildblumenwiesen eingesät. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei bereits erste Erfolge verzeichnen. Die Wildblumenwiesen wurden in den Sommermonaten von vielen Insekten angeflogen, in die Nisthilfen sind Bienen eingezogen und im Steingarten wurden neben verschiedensten Kleinstlebewesen auch Molche und eine Kröte gesichtet.

Für dieses Schuljahr sind drei neue Klima- und Artenschutzprojekte geplant. Zum einen hat sich der Schulgarten-Kurs über heimische Insekten, insbesondere über bedrohte heimische Schmetterlinge informiert. Züchten, die Entwicklung der Schmetterlinge beobachten und das Auswildern gehören hier zu den vorrangigen Zielen. Hierfür ist eine große Schmetterlingsvoliere inklusive Futterpflanzen nötig. Ein geeigneter Standort auf dem Schulgelände ist bereits gefunden worden. Nun muss der Untergrund vorbereitet werden und dann kann es mit fachlicher Unterstützung hoffentlich bald losgehen.

Da die Schmetterlinge nur in den Sommermonaten gezüchtet werden können, soll die Voliere im Zuge des zweiten Teilprojektes in den Herbst- und Wintermonaten für den Igelschutz genutzt werden. Dieses Teilprojekt ist durch eine Initiative der MINT-Klasse der Jahrgangstufe 5 entstanden. Der erste Kontakt zum Igelschutz Dortmund wurde bereits hergestellt, von dort haben die Schülerinnen und Schüler schon Unterstützung erhalten. Bis zur Fertigstellung der Voliere werden zurzeit die ersten beiden Igel in einer Überwinterungskiste in der Schule versorgt.

Das dritte Teilprojekt gliedert sich in unterschiedliche Bereiche auf. Die Jugend-forscht-AG besteht aus Schülerinnen und Schüler der MINT-Klasse der Jahrgangsstufe 6. Teams von zwei bis drei Personen haben selbstständig Themen zum Klima- und Artenschutz gewählt, welche sie wissenschaftlich untersuchen. Ein Team befasst sich mit der Optimierung der Nisthilfen für Wildbienen, ein anderes untersucht Düngemethoden, ein drittes forscht zu einem umweltfreundlichen Autoantrieb.

Wir sind gespannt, welche Projekte unsere Schülerinnen und Schüler in den kommenden Monaten entwickeln und durchführen werden.

Rike Kuhlmann

2 Jahre MINT am EBG – was hat sich getan?

2 Jahre MINT am EBG – was hat sich getan?

Seit zwei Jahren ist das EBG bereits MINT – Schule und es hat sich seit der Zertifizierung 2017 tatsächlich einiges getan. Neben dem praktisch orientierten MINT – Unterricht können die Jungforscher in den Mittagspausen freiwillig an der „Jugend-forscht-AG“ teilnehmen. In diesem Jahr haben wir drei Teams mit unterschiedlichsten Forschungsvorhaben für die Juniorsparte „Schüler experimentieren“ des Wettbewerbs „Jugend forscht“ anmelden können. Für die AG wurde eigens ein Forscherraum eingerichtet. Dieser ist mit Laptops, einem Whiteboard, Materialschrank und Stellmöglichkeiten für Versuchsaufbauten ausgestattet. Wir sind gespannt, wie die Forscherteams am Wettbewerbstag 2020 abschneiden werden.

Weiterhin hat das EBG einen Kooperationsvertrag mit dem Lehr-Lern-Labor der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen. So können in jedem Schulhalbjahr Schulklassen aller Jahrgangsstufen am Programm des Schülerlabors teilnehmen.

Die digitale Ausstattung der Biologie- und Physikräume konnte ebenfalls aufgestockt werden. Alle Räume verfügen nun über Beamer mit Laptop und Dokumentenkamera. Der neu eingerichtete Chemieraum 1 lässt ebenfalls keine Wünsche offen.

Für den Physikunterricht konnten durch Fördergelder der Gelsenwasser Stiftung Materialien für den Mausefallenwettbewerb der Jahrgangsstufe 6 angeschafft werden. Hierbei werden die Fächer Physik, Mathematik und Technik kombiniert. Beim Mausefallenprojekt werden praktische Arbeiten, also das Konstruieren des Autos, mit fachlichen Grundlagen aus der Physik verknüpft.

Im Zuge des Klima- und Artenschutzes hat die diesjährige 5er MINT Klasse das Projekt „Igelschutz“ begonnen. Zurzeit werden zwei Igel-Findelkinder, welche deutlich untergewichtig waren und ohne Hilfe die kalten Monate nicht überstehen würden, von den Schülerinnen und Schülern der MINT- Klasse versorgt. Sie müssen täglich gewogen und gefüttert und das Gehege gereinigt werden. Das Pilotprojekt soll im nächsten Schuljahr weitergeführt und ausgebaut werden. Neben dem Igelschutz widmet sich die Schulgarten AG ebenfalls dem Artenschutz. Für unsere heimischen Bienen wurden Nisthilfen gebaut und Wildblumenwiesen angelegt. Auch der neu gestaltete Steingarten bietet Bienen, heimischen Amphibien und Insekten Schutz- und Lebensraum. Ergänzt wird das Projekt im kommenden Jahr durch den Bau einer Schmetterlingsvoliere. Für dieses Engagement wurden die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr mit dem dritten Platz des EUV Umweltpreises geehrt.

Rike Kuhlmann

Igel News

Igel News

In der letzten Woche wurden unsere Igel wieder täglich von den SchülerInnen der 5er MINT Klasse versorgt. Lennert Werner war ein Igel – Teammitglied und durfte am Donnerstag den Igeldienst übernehmen: „Als ich den Igel aus der Kiste rausheben wollte, habe ich ihn zuerst falsch angefasst. Das hat ganz schön gepikst. Aber dann hat es geklappt. Die Igel sind ganz weich am Bauch.“. 

Neben dem Füttern und Reinigen des Geheges, war die Gewichtsdokumentation diese Woche ein großes Thema. Die Schülerinnen und Schüler der 5b freuten sich sehr darüber, dass beide Igel ordentlich zugenommen haben und nun 630 bzw. 690 Gramm wiegen. Daher kann in der nächsten Woche nun das Heizelement entfernt und die Futtermenge reduziert werden. Die Igel merken dann auf natürliche Weise durch die reduzierte Futtermenge, die schwindende Tageslichtlänge und die kälteren Temperaturen, dass es Zeit für den Winterschlaf wird.

Wir sind gespannt, wann die Igel sich in ihren Nestern einkuscheln und hoffen, dass sie den Winter bei uns am EBG gut überstehen.

Rike Kuhlmann

MINT Klasse hilft zwei Igel – Findelkindern durch den Winter

MINT Klasse hilft zwei Igel – Findelkindern durch den Winter

Die Klasse 5b hat sich für dieses Schuljahr ein großes Ziel gesetzt – sie wollen sich gemeinsam um zwei Igel kümmern und ihnen tatkräftig durch den Winter helfen. Auf Initiative der Schülerin Olivia Behrens hin hat die Klasse Kontakt mit dem Igelschutz Dortmund e.V. aufgenommen und sich schlau gemacht, wie eine artgerechte Überwinterung aussieht und was bei der allgemeinen Pflege beachtet werden muss.

In der letzten Woche dann hat Regine Weber vom Igelschutz Dortmund e.V. die langersehnte Nachricht überbracht, dass ein Igel-Geschwisterpärchen dringend Hilfe benötigt. Nun musste eine geeignete Überwinterungsbox gebaut werden. Mit tatkräftiger Unterstützung unseres Hausmeisters Willi Himmert war die Box dann schnell gebaut und für die Igel vorbereitet. Am 16. November war es dann soweit – die Igel konnten spät abends einziehen und durften sich erst einmal ein Wochenende lang an die neue Umgebung gewöhnen.

Seit dem 18. November haben dann die Kids der 5b die komplette Pflege der Igel übernommen. Teams von zwei bis drei Schülerinnen und Schüler versorgen die kleinen Stachler jeweils in der ersten großen Pause. Zu ihren Aufgaben gehört zum Beispiel das tägliche Überwachen des Körpergewichts. Beide Igel müssen gewogen und das Gewicht in einer Tabelle notiert werden.  Die Reinigung der Überwinterungsbox und das Füttern der Igel gehören ebenfalls zu den täglichen Aufgaben.

„Am Montag war unser Team, das aus Lea, Maya und mir bestand, als erstes dran. Als ich zum ersten Mal einen Igel in der Hand hatte war es so toll. Der Igel war lieb. Als erstes haben wir die Igel aus einer Box geholt und gewogen. Dann hat Regine vom Igelschutz die Igel geimpft. Die Igel wiegen zwischen 500 und 600 Gramm. Nach dem Wiegen haben wir die Igel wieder in die Box gelegt. Dann haben wir den Stall saubergemacht und neue Zeitung reingelegt. Das Wasser mussten wir auch erneuern. Das war eine sehr tolle Erfahrung.“ (Melike Sultan Pirinc)

„Ich war sehr aufgeregt als ich die Igel gesehen habe. Ich dachte mir, dass wenn ich einen Igel hochnehme, dass er mir aus der Hand läuft, aber er war ganz ruhig, weich und so süß. Wir haben sie gewogen. Dann haben wir ihnen Wasser und Essen gegeben und ihren Stall saubergemacht. Das war sehr schön.“ (Lenohard Knappik)

Die Igel Ersatz-Eltern machen ihren Job richtig gut. Beide Igel haben ordentlich an Gewicht zugelegt und fühlen sich pudelwohl bei uns am EBG. Sie futtern täglich Hühnchen, Avocados, Nass- und Trockenfutter und haben es sich bereits in ihren Überwinterungsboxen gemütlich gemacht. In der nächsten Woche werden die Igelkinder noch ganz normal von den Kids der 5b versorgt, danach entfernen wir die Heizdecke und reduzieren langsam die Futtermenge. So merken die Igel, dass es Zeit für den Winterschlaf wird.

Wir werden berichten…

Rike Kuhlmann

Unsere 5er stärken ihre Teamfähigkeit

Unsere 5er stärken ihre Teamfähigkeit

In der letzten Woche verbrachten unsere 5er im Klassenverband einen Vormittag in der Gruga Essen. Um 08.00 Uhr ging es ab dem Castroper Hauptbahnhof erst einmal mit der Bahn nach Essen. Dort angekommen wurden die Klassen von den Betreuern der Schule Natur empfangen, denn der Tag stand unter dem Motto „Wissen und Bewegung“ und versprach Spaß beim Lösen kniffliger Aufgaben.

Als Erstes ging es um das Thema Vertrauen. In Zweierteams wurden jeweils einem Teammitglied die Augen verbunden. Der/die PartnerIn hatte dann die Aufgabe den „blinden“ Partner eine Strecke lang zu führen. Zum Glück haben alle Teams den Weg über Stock und Stein, sogar über einen Steg am See, wunderbar gemeistert. In einer weiteren Vertrauensaufgabe wurde jeweils ein Teammitglied von einigen KlassenkameradInnen durch ein Netz gehoben und an der anderen Seite angenommen. 

Neben diesen Übungen gab es noch zwei Aufgaben, welche durch Kooperation mit Blick auf ein gemeinsames Ziel zu lösen waren. Mit Hölzern bauten die Teams ein Minitipi und in einer weiteren Aufgabe bauten die Teams mit Hilfe eines an Schnüren befestigten Krans einen Holzturm – eine wackelige und gar nicht so einfache Aufgabe.

Im Vorraum des Tropenhauses ging es dann um das Erkennen von Tierstimmen heimischer Wildtiere und am Ende des Tages wurde noch über den Rotfuchs und den Feldhasen gesprochen. Die SchülerInnen der 5b hatten jede Menge interessante Fragen rund um diese Wildtiere. Als krönenden Abschluss durften die Kinder sogar den präparierten Fuchs und Feldhasen vorsichtig streicheln. 

 

Rike Kuhlmann

Forschen wie die Großen

Forschen wie die Großen

Die ersten Schulwochen sind vorüber und die MINT-Schülerinnen und -Schüler forschen schon wie die Großen. Im Biologieunterricht haben die Jungforscherinnen und -forscher der 5b gelernt, wie ein typischer Forscherkreislauf aussieht. Man beobachtet ein Phänomen und entwickelt daraus eine Fragestellung. Nachdem erste Vermutungen notiert sind, geht es an die eigentliche Arbeit. Ein Experiment zur Überprüfung der Hypothesen muss entwickelt und durchgeführt werden. Die Beobachtungen werden akribisch und exakt notiert, denn danach folgt der schwierigste Teil – die Auswertung. Was sagen uns die Beobachtungen? Können Hypothesen bestätigt oder widerlegt werden? Oder müssen wir gar ein ganz anderes Experiment entwickeln um die Fragestellung beantworten zu können?

Die Schülerinnen und Schüler de 5b sind jetzt schon kleine Experten. In den ersten Unterrichtsstunden wurden verschiedenste Nahrungsmittel genau unter die Lupe genommen – es ging um den Nachweis von Brenn- und Baustoffen.  „In den letzten Stunden hat es sehr viel Spaß gemacht, weil wir zwei Versuche gemacht haben, wo es um Lebensmittel ging und ich sehr viel gelernt habe“, kommentiert Dominik Leipelt den Biologieunterricht. Und auch Tjark Wölk hat der Unterricht Spaß gemacht: „Ich fand, dass der Unterricht sehr schön war, weil Bio allein schon Spaß macht. In diesem Fach kann man sich so wie ein echter Forscher fühlen. Die beiden Experimente haben sehr viel Spaß gemacht, weil man alles von der wissenschaftlichen Seite erleben kann. Man konnte die Experimente auch zu Hause sehr leicht nachmachen, weil viele normale Lebensmittel im Spiel waren.“

In den kommenden Unterrichtsstunden werden die Jungforscherinnen und Jungforscher ihre Fähigkeiten weiter schulen und sicherlich noch einige spannende Versuche durchführen und auswerten. Und im Dezember dann statten unsere MINT – Kids der Universität Duisburg – Essen einen Besuch ab und forschen zusammen mit den Studenten in einem echten Hochschullabor.

Rike Kuhlmann

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