M.U.K.A. Projekt am EBG

M.U.K.A. Projekt am EBG

Zum zweiten Mal besuchte die Kinderkulturkarawane nun das EBG. Zwei Klassen der Jahrgangsstufe 9 nahmen an dem angebotenen Programm teil. Doch bevor die Mitglieder der Kinderkulturkarawane ihr M.U.K.A Projekt überhaupt beginnen konnten, gab unsere 6er Bili – Klasse ihren Cup Song zum Besten. Die Kinder waren Feuer und Flamme und die Truppe der Kinderkulturkarawane sichtlich beeindruckt.

Bericht der 9e

Am 19.09.2018 bekam das EBG Besuch von der Kinderkulturkarawane mit ihrem M.U.K.A. Projekt. Die Gruppen von Jugendlichen aus Südafrika brachte im Rahmen ihres Projektes den Klassen 9 b und 9e Tanzschritte und Trommelmusik bei. Nachdem sich die gut gelaunte Truppe vorgestellt hatte, ging es gleich mit ein paar Kennlernspielen weiter, welche auch schon auf das spätere Tanzen und Trommeln vorbereiten sollten. Zu diesen zählten zum Beispiel in einem Takt zu stampfen und sich auf Kommando umzudrehen oder hochzuspringen, oder auch seinen Namen zu rufen und eine eigene Pose vorzustellen, welche alle nachmachten. Beim darauffolgenden „Hug Attack“ lernen sich dann alle noch besser kennen. Das Eis war gebrochen und es wurde viel gelacht.

Anschließend wurde unsere Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, eine tanzte, die andere trommelte. Während die einen also ein Instrument in die Hand bekamen und die richtigen Takte lernten, wurde der zweiten Gruppe die Tanzschritte erklärt. Das alles wurde durch diene Tatsache für uns erschwert: Die Gruppe sprach ausschließlich Englisch und das mit einem afrikanischen Akzent. Das war manchmal nicht ganz einfach zu verstehen, aber trotzdem hatten wir viel Spaß an den Aktivitäten. Als der Tanz dann halbwegs saß und der Takt schon wie von selbst über die Hände ging, gesellten sich die Tänzer zu den Trommlern und zeigten ihr Gelerntes zum Trommeltakt. Eine schöne und gelungene Aufführung, wie unsere Lehrerinnen später sagten.  Alles in allem war es eine gute Sprachübung für uns und ein interessanter Einblick in de Afrikanische Kultur für uns.

 

(Mara, 9e)

Einschulung am EBG bei Sonnenschein

Einschulung am EBG bei Sonnenschein

Am Mittwoch, den 29.08, wurden am Ernst-Barlach-Gymnasium insgesamt 102 Schülerinnen und Schüler feierlich in die vier Klassen 5a bis 5d eingeschult.

Vorher fand bereits ab 9.30 Uhr der Einschulungsgottesdienst unter dem Motto „Ich bin mehr … Wachsen unter Gottes Segen“ statt. Die Kinder der Klasse 6b haben den Gottesdienst mit großer Begeisterung und Freude im vergangenen Halbjahr zusammen mit Frau Nolting, ihrer Religionslehrerin, vorbereitet. In der Planungsphase haben sie überlegt, wie ihr Start am EBG war. Bei diesen Gesprächen sind sie darauf gekommen, dass sie als Viertklässler ja schon eine ganze Menge gelernt haben und darauf gut aufbauen konnten. Der Vergleich zu einem Samenkorn und der daraus wachsenden Pflanze lag da ganz nah.

Nachdem die Eltern und Kinder ihren Weg von der Kirche in die Schulaula gefunden hatten, begrüßte die Klasse 6a die neuen Fünftklässler um 10.45 Uhr zusammen mit Herrn Haller musikalisch. Darauf folgten die Grußworte durch die Schulleitung, die Elternpflegschaftsvorsitzende Frau Barg sowie durch Schüler aus der Jahrgangsstufe 6.

Im Hinblick auf die Einschulung sind zwei Neuerungen zu nennen: Die neuen Fünftklässler starten mit diesem Jahrgang wieder in G9 und werden deshalb nach 13 Jahren ihr Abitur ablegen. Weiterhin sind erstmalig zwei Profilklassen dabei – die 5a ist eine englisch-bilinguale Klasse und die 5b hat einen  naturwissenschaftlichen Schwerpunkt als MINT-Klasse.

Jedes Kind wurde einzeln durch den Schulleiter Herrn Dr. Mayer mit einer Sonnenblume begrüßt und konnte darauf mit seinen neuen Klassenkameraden, begleitet durch die Klassenlehrerinnen und -lehrer, in die Klassenräume gehen. Nach Informationen durch den Erprobungsstufenkoordinator Herr Reetz zur Einführungswoche, hatten die Eltern noch Gelegenheit, sich im Rahmen des durch die Schulpflegschaft und McBarlach organisierten Bistros bei Kaffee, Kuchen und Brötchen auszutauschen und einer weiteren musikalischen Darbietung zu lauschen, bevor dann bei Sonnenschein der 1. Schultag auch schon beendet war.

Herzlich bedanken für die gelungene Umsetzung möchten sich abschließend die Schulleitung und auch die Schulpflegschaft bei allen beteiligten Helfern und dabei insbesondere bei den mitwirkenden Schülerinnen und Schülern, den helfenden Eltern von McBarlach und dem Förderverein, bei der Elternpflegschaftsvorsitzenden Frau Barg, bei Frau Nolting und Herrn Haller sowie bei der Hausmeisterin Frau Ortelt.      

(B. Reetz, Erprobungsstufenkoordinator)

Neue Fünftklässler mit Musik am Kennenlernabend begrüßt

Neue Fünftklässler mit Musik am Kennenlernabend begrüßt

Die zukünftigen 5. Klassen lernten am gestrigen Abend (Do, 6.07.18) ihre Mitschüler sowie ihre neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennen. Nach der musikalischen Begrüßung durch den Chor und den Grußworten des Schulleiters Dr. Friedrich Mayer sowie der Schulpflegschaftsvorsitzenden Frau Barg, wurden die Eltern umfassend über das neue Schuljahr in der Aula durch die Erprobungsstufenkoordination informiert, während die künftigen Klassen 5 a-d mit ihren Klassenleitungen sowie den Paten ihre Klassenräume besuchten und sich genauer kennenlernten. Der Abend endete mit einem offenen informativen Austausch.
(Bastian Reetz, Erprobungsstufenkoordinator)

Hier geht es zur Galerie

Interkulturelles Lernen in der Bilingualen Klasse 5a – Lisa Kapteinat, MdL, zu Besuch am EBG

Interkulturelles Lernen in der Bilingualen Klasse 5a – Lisa Kapteinat, MdL, zu Besuch am EBG

Seit dem Schuljahr 2017/2018 bietet das EBG eine bilinguale Profilklasse an. Die Klasse 5a hat im Rahmen eines bilingualen Moduls im Fach Politik/Wirtschaft nun erste Erfahrungen mit bilingualem Lernen gesammelt und in diesem Kontext Besuch von Lisa Kapteinat, MdL, bekommen.

Zusammen mit Herrn Unger untersuchten die 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse im Rahmen der Unterrichtsreihe „Leben wir alle in einer Welt? – Lebensbedingungen von Menschen in Industrie- und Entwicklungsländern“ nicht nur Merkmale von Industrie- und Entwicklungsländern, sondern auch die Lage der Kinderrechte in eben diesen. Dabei spielte das Fallbeispiel Malawi eine zentrale Rolle, um ausgehend von Beispielen für Kinderrechtsverletzungen begründete Positionen und Vorschläge zu entwickeln, wie die Situation von Kindern weltweit verbessert werden könnte.

Das Beispiel Malawi wurde bewusst ausgewählt: Auf Vermittlung ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Nora Zerta (Abitur am EBG im Jahr 2014), besuchte Lisa Kapteinat, MdL, (Abitur am EBG 2008) über Pfingsten das afrikanische Land, um vor Ort ein Projekt zu unterstützen, dass sich um die Digitalisierung von Schulen kümmert. Ihr Anliegen: Mit Hilfe von Videos aus Deutschland sollten die Schülerinnen und Schüler in Malawi einen Eindruck von Interessen, Hobbies und Bedürfnissen (etwa) gleichaltriger Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, genauer: aus Castrop-Rauxel, der Heimatstadt Kapteinats und Zentrum ihres Wahlkreises, bekommen. Im Austausch sollten Videos aus Malawi die interkulturelle Perspektive der deutschen Schülerinnen und Schüler erweitern.

Am 04.07.2018 konnte es nun im Klassenraum der 5a zu einem intensiven Erfahrungsaustausch kommen: Nach einer herzlichen Begrüßung durch Schulleiter Dr. Friedrich Mayer berichtete Lisa Kapteinat unter Rückbezug auf verschiedene englischsprachige Videos, die den Schülerinnen und Schülern der 5a mittels Smartboard präsentiert wurden, von ihren Erfahrungen in Malawi. Dabei kamen vielfältige kulturelle Unterschiede ans Licht: Die Schülerinnen und Schüler fanden z.B. heraus, dass Kapteinat ein Mädcheninternat besucht hat, für das die Eltern – wie für andere Schulen ebenfalls – Schulgeld entrichten müssen. Die Schülerinnen tragen Schuluniformen, haben durchweg kurze Haare, bekommen in der Schulmensa täglich Maisbrei und Grünkohl, haben bis in die Abendstunden Unterricht und leben weit entfernt von ihren Familien.

Durch die Tatsache, dass Malawi Englisch als Verkehrssprache nutzt, konnten die Schülerinnen und Schüler der 5a Kapteinat durch ihr sehr detailliertes Hör-/Sehverstehen beeindrucken. Auch Stephanie Knaup, Englisch- und Klassenlehrerin der 5a, nutzte die Gelegenheit und begleitete die Stunde. Sie freute sich ebenfalls über die bereits sehr profunden Englischkompetenzen ihrer Klasse, die gezielt genutzt werden konnten, um im bilingualen Unterricht im Fach Politik/Wirtschaft mit Hilfe der Videos erste Erfahrungen in der Sprachmittlung zu machen.

Natürlich gab es viele Fragen: Eine Frage nach der Währung Malawis konnte Kapteinat durch ihre Erfahrungen anschaulich beschreiben: „1 Euro entspricht etwa 845 Kwacha, die größte Banknote ist ein 2000 Kwacha-Schein, d.h. mein Mann kam mit einer Tasche voller Geld aus der Wechselstube.“ Während viele Schülerinnen aus Malawi in den Videos betonten, dass sie in ihrer Zukunft studieren und beispielsweise Ärztinnen und Agrarökonominnen werden möchten, stimmten die Schilderungen des Alltags vor Ort die jungen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler des EBGs nachdenklich: Stundenlange Stromausfälle, schlaglochübersäte Straßen, eine hohe Malariagefährdung, Zwangsheiraten minderjähriger Mädchen sowie eine sehr lückenhafte medizinische Versorgung – Probleme, die zuvor im Unterricht zwar besprochen wurden, aber nun durch die detaillierten Reiseerfahrungen Kapteinats emotional veranschaulicht wurden.

Auch die Lage der Kinderrechte wurde anhand verschiedener Beispiele, u.a. Bildung (Für wie viele Kinder kann eine Familie das Schulgeld aufbringen?), medizinische Versorgung (Krankenhäuser und Fachärzte sind v.a. auf dem Land sehr rar) und Zwangsheiraten minderjähriger Mädchen, problematisiert. Kinder, die am Straßenrand sitzen und versuchen zu verkaufen, was sie gerade so zur Verfügung haben? Leben „von Tag zu Tag“, ohne feste Tagesabläufe und berufliche Zwänge, aber auch ohne Gewissheit, wie am nächsten Tag die durchschnittlich 5,5 Kinder pro Familie satt werden sollen? Für die Schülerinnen und Schüler der 5a eine fremde Welt, aber dennoch Teil der „einen“ Welt, in der wir alle leben. Es war, da waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig, ein interkulturell erkenntnisreicher Tag, der zum Nachdenken anregte, und die Ergebnisse des bilingualen Unterrichts im Fach Politik/Wirtschaft durch weitere Perspektiven bereicherte.

Tim Unger, StD

error: Content is protected !!