EBG-Schülerinnen erhalten Cambridge Certificates

EBG-Schülerinnen erhalten Cambridge Certificates

Auch in diesem Jahr erhielten drei Schülerinnen ihre Sprachdiplome in Englisch. Trotz der besonderen Situation, ausgelöst durch die Corona-Pandemie und die darauffolgenden Einschränkungen, haben die Schülerinnen sich mit viel Fleiß, erst online und danach in arbeitsintensiven Treffen, auf die Cambridge Prüfung vorbereitet.

In der Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Fr. Gagaropoulou wurden Hör- und Leseverstehen, die schriftliche Textproduktion und das freie Sprechen geübt. Generell wird dabei auf die korrekte Beherrschung und Anwendung von Wortschatz und Grammatik, sowie die kommunikative Kompetenz im Verfassen von Texten und im Gespräch mit externen muttersprachlichen Prüfern vorbereitet. Durch die erworbenen Zertifikate haben die erfolgreichen Schülerinnen wichtige Pluspunkte für ihre Lebensläufe erzielen können, da immer mehr potenzielle Arbeitgeber Wert auf Zusatzqualifikationen in den Fremdsprachen legen.

Die Zertifikate können dabei auch als anerkannte Nachweise fremdsprachlicher Kompetenzen sprachliche Aufnahmeprüfungen ersetzen.
Evelyn Torno und Pia-Franziska Daniel schlossen die Prüfung auf dem Niveau C1 ab.

Vor allem im freien Sprechen erzielten alle drei Schülerinnen hervorragende Leistungen.  Wir gratulieren herzlich den drei Schülerinnen zu ihren hervorragenden Leistungen, welche sie trotz der besonderen Situation erbringen konnten und freuen uns auf die Prüfungen im nächsten Jahr.

 

A. Gagaropoulou

Good day und Dia dhaoibh

Good day und Dia dhaoibh

Abschlussbericht zur Erasmus+ Förderung des Projekts „Europa leben: Like, share and subscribe“ inklusive Fortbildungen in Oxford und Irland

 

Der erste Ferientag ist jedes Jahr etwas ganz besonderes. Doch letztes Jahr war er für zwei Lehrerinnen des EBGs ein noch größerer Grund zur Freude als sonst schon. Denn am ersten Ferientag begannen für Frau Rull und Frau Hoste 14 aufregende Tage. Für Frau Rull ging die Reise nach Oxford in England und für Frau Hoste ging es nach Cork in Irland. Doch statt dort zwei Wochen Urlaub zu machen, erwartete die beiden dort genau das, was sie eigentlich hinter sich ließen: die Schulbank. Statt dort jedoch weiterhin Lehrerinnen zu sein, wurden sie für zwei Wochen zu „Schülerinnen“ und besuchten in England bzw. Irland Lehrerfortbildungen, die über das Erasmus+ Programm von der EU gefördert wurden (für Interessierte dazu später mehr). Nachdem die Lehrerinnen im Winter 2018/2019 erfolgreich einen Antrag auf eine Erasmus+ Förderung gestellt und sich für die Fortbildungen angemeldet hatten, ging es im Sommer 2019 dann endlich nach England bzw. Irland.

Hier die Erfahrungsberichte nach Beendigung der Auslandsfortbildungen:

 

Für Frau Rull gab es in Oxford täglich Input zum Thema digitalen Lernen mit dem Kurs „Technology in the Classroom“.

 

„Die Zeit, die ich im Zuge meiner Fortbildung am British Study Centre in der beeindruckenden Universitätsstadt Oxford verbracht habe, kann ich als eine sehr wertvolle Erfahrung bezeichnen. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass täglich interessante, innovative und für den Englischunterricht nützliche „digital tools“ im Kurs besprochen und erprobt, sondern auch weil der Kurs die Möglichkeit bot, sich mit LehrerInnen aus anderen europäischen Ländern auszutauschen, mit und von ihnen zu lernen und am Nachmittag mit ihnen die historischen Colleges Oxfords und die beeindruckenden Museen zu besuchen oder auf dem Fluss das Punting zu erproben. Die zwei Wochen in Oxford haben mich motiviert, neue Dinge im Unterricht auszuprobieren und schöne Erinnerungen geschaffen.

Working with Green Screen

Frau Rull vor dem Punting mit Lehrerinnen aus Polen, Spanien und der Schweiz

Frau Hoste besuchte in Cork täglich Seminare zum Thema „Advanced Language Methodology (ALM)“.

 

„Die zwei Wochen in Cork waren aus verschiedenen Gründen unglaublich lehrreich. Ich bin sehr dankbar dafür, die Chance bekomme zu haben, noch mal im Ausland die Schulbank drücken zu dürfen. Nicht nur die Seminarinhalte waren spannend und interessant, auch das Leben in Irland aus erster Hand erfahren zu dürfen, war ein unglaubliches Erlebnis. Sowohl das Leben in einer irischen Gastfamilie als auch die verschiedenen Ausflüge zu kulturellen Zielen in der Freizeit haben mir die irische Kultur aus erster Hand sehr nahe gebracht. Die fachlichen Inhalte der Fortbildung haben mir viele neue Ideen für den Unterricht gegeben, die ich nach und nach in den Englischunterricht integriere. Die Fortbildung und der dazugehörige Aufenthalt in Irland haben mir noch einmal ganz deutlich gemacht, warum ich die englische Sprache und Englischunterricht liebe.“

Frau Hoste am Carraig Phádraig (The rock of Cashel) 07/2019

Impressionen aus der “Wikingerstadt” Waterford

Frau Hoste auf dem Saint Fin Barre’s Cathedral labyrinth in Cork

Möglich gemacht wurden diese Erfahrungen durch das ERASMUS+ Programm der EU, für welches die beiden sich im Winter 2018/2019 erfolgreich beworben hatten. Mit der Projektzusage erfolgte auch die Zertifizierung des EBGs als Erasmus+ Schule für das Schuljahr 2019/2020 (vielleicht habt ihr die Plakette im Eingang ja auch schon mal gesehen). 

 

Doch die Fortbildungsinhalte waren nicht nur für die beiden Lehrerinnen auf persönlicher Ebene wertvoll, sondern auch für die Schule, ganz besonders dabei für den Englischunterricht am EBG. Denn nach Wiederbeginn präsentierten die beiden Lehrerinnen auf der Fachkonferenz Englisch den Fachkollegen die Inhalte und Erkenntnisse der Fortbildungen. So erhielt jeder Englischlehrer Zugriff auf die Fortbildungsinhalte.

Mit dem neuen Schuljahr begannen am EBG auch kleine internationale „Europa“-Projekte, welche von Frau Rull, Frau Hoste und Herrn Klur betreut wurden, an denen sich verschiedene Schüler beteiligten. So startete z.B. die AG „Crêpes, Scones und Waffeln- Wir in Europa“ (kurz: „Europa-AG“), in welcher die TeilnehmerInnen sich mit Aspekten des Lebens in verschiedenen europäischen Ländern befassten. Als Highlight der AG ist hier der Besuch der stellv. Ministerpräsidentin bei der Eröffnung der Wanderausstellung (am 2.3.2020) zu erwähnen, bei der die AG selbstständig ein intereuropäisches Buffet gestaltete, auf dem Spezialitäten aus ganz Europa zu finden waren.

Besonders hervorzuheben ist auch das Briefkartenprojekt, in welchem die SchülerInnen via eTwinning mit SchülerInnen aus verschiedenen Ländern in Europa vernetzt wurden. Dazu wurden selbstgebastelte Postkarten mit Lerngruppen aus anderen Ländern getauscht. Diese Postkarten wurden am Tag der offenen Tür ausgestellt. Ebenso konnte man sich am „Europa-Stand“ über EU-geförderte Projekte und eTwinning informieren.

Leider endete das Schuljahr 2019/2020 Covid-19-bedingt nicht ganz nach unseren Vorstellungen, wodurch nicht alle Projekte zu unserer Zufriedenheit beendet werden konnten. Aber bald beginnt der Unterricht neu und wir freuen uns schon drauf, die neuen Methoden wieder anwenden zu können.

Wir möchten uns bei der Schulleitung des EBGs und dem PAD ganz herzlich für die Unterstützung bedanken und können eine Teilnahme am Erasmus+ Programm sehr empfehlen.

See you soon,

C. Hoste und C. Rull

Weiterführende Informationen zur Erasmus+ Förderung:

Erasmus+ ist ein EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport.

Mit der sogenannten Leitaktion 1, der Lernmobilität von Einzelpersonen, werden Fortbildungen für Lehrpersonal, wie die von unseren Lehrerinnen durchgeführten, gefördert

Bericht vom Europastand am Tag der offenen Tür

Bericht vom Europastand am Tag der offenen Tür

Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr auf dem Tag der offenen Tür gleich zwei Umfragen am Europastand. Wir möchten uns zunächst einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die an den Umfragen teilgenommen und ihre Demokratiefähigkeit demonstriert haben. Viele der Teilnehmenden haben gefragt, was denn mit den Ergebnissen der Umfrage passiert und ob diese weiter genutzt werden. Daher können Sie sich auf dieser Seite einen Überblick über die Auswertung beider Umfragen verschaffen.

Auch im Unterricht können die Ergebnisse der Umfragen weiter genutzt werden, da sie Themen ansprechen, die insbesondere in den Fächern Englisch, Geschichte und Sozialwissenschaften abiturrelevant sind. Als Europaschule legen wir den Fokus der schulinternen Curricula dieser Fächer auf die Demokratieförderung sowie die Wertevermittlung innerhalb der Inhaltsfelder, die sich mit dem Thema Europa beschäftigen. Dabei steht die Urteilsbildung im Vordergrund der Kompetenzerweiterung, um die Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen ihre Möglichkeiten in einem demokratischen, vereinten Europa zu nutzen. Die Teilnahme an und Auswertung einer Umfrage mit politisch und historisch relevanten Themen ist dabei besonders spannend.

Auswertung der Meinungsabfrage zu aktuellen Themen:

An der Meinungsabfrage haben 100 Personen teilgenommen.

93% der Teilnehmenden stimmten der Aussage zu, dass „ein starkes Europa auch ein starkes Deutschland bedeutet“. Dies ist besonders interessant, da es sich bei dieser Aussage um ein Zitat von Angela Merkel handelt, die aktuell von vielen nicht mehr so akzeptiert wird, wie sie es vor einigen Jahren noch wurde. Die doch sehr hohe Zustimmung zu dieser Aussage kann im Unterricht im Hinblick auf politische Einstellungen hinterfragt werden.

73% denken, dass „die europäische Grenzpolitik für das Massensterben im Mittelmeer verantwortlich ist“. Hier wäre es interessant zu untersuchen, inwiefern das vorgegebene Bild zu dieser Aussage die Entscheidung beeinflusst.

62% der Personen macht der Rechtsruck in Europa Angst. Dieses Ergebnis könnte dazu genutzt werden, ein Projekt gegen rechts am EBG zu initiieren.

Nur 35% halten den Brexit für den Anfang einer zerfallenden EU. Wie sich dies weiterentwickelt, werden wir wohl im Januar feststellen.

Auswertung der digitalen Umfrage zur Gestaltung des EBGs als Europaschule:

Carina Gondecki

EBG ist Europaschule!

EBG ist Europaschule!

Am 25.11.2019 reiste eine Delegation des EBG aus Eltern (Frau Alde und Herr Sterna), Schüler*innen (Theodoros Deligiannidis und Maxi Baranowsky) und Lehrkräften (Dr. Friedrich Mayer, Dr. Mirja Beutel, Stephanie Knaup, Ulrike Lange) zum Düsseldorfer Landtag, wo unser Gymnasium offiziell als Europaschule in einer Feierstunde zertifiziert wurde. Empfangen wurden die Anwesenden unter der Kuppel des Plenarsaales von musikalischen Schülerbeitragen und begrüßt durch die Bildungsministerin Yvonne Gebauer und den Vizepräsidenten des Landtages Oliver Keymis, gefolgt von einem Impulsreferat der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Bildung im Europäischen Parlament, Sabine Verheyen. Den ganzen Tag über konnte sich das EBG an einem Stand in der Wandelhalle mit den Europaschwerpunkten (ritualisiert wiederkehrende Aktionen, erweitertes und bilinguales Fremdsprachenangebot, Austausche, Sprachzertifikate, Angebote zur politischen und kulturellen Bildung und Projekte mit ausländischen Partner*innen) vorstellen, mit den anderen Schulen ins Gespräch kommen und sich in Foren informieren und vernetzen. Am Nachmittag überreichten der NRW-Minister für Europaangelegenheiten Dr. Stephan Holthoff-Pförtner und der Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn Jochen Pöttgen der Delegation des EBG die Insignien. Wir freuen uns sehr über diese Ehre und Anerkennung unserer vielfältigen Tätigkeiten im Sinne Europas!

 

Ulrike C. Lange (Europabeauftragte des EBG)

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Frankreichaustausch 2019/20 – échange franco-allemand 2019/20

Frankreichaustausch 2019/20 – échange franco-allemand 2019/20

Maja’s Reisetagebuch – le journal de Maja

Montag, 23. September

Am Montagmorgen um 8 Uhr begann für uns die Reise nach Frankreich. Für viele von uns war es der erste Besuch beim europäischen Nachbarn. Die Gruppe, bestehend aus 17 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 sowie Herrn Rohmann, Herrn Klur und Frau Knaup, war sehr aufgeregt. Wir freuten uns alle sehr auf die Woche und gleichzeitig fragten wir uns auch: „Wird mein Austauschpartner mich mögen? Werde ich mich in der Gastfamilie und in Frankreich zurechtfinden?“

Gepäck verstaut, Eltern verabschiedet, Platz im Bus ergattert – und los ging’s! Insgesamt waren wir dann 9 Stunden unterwegs. Die Zeit ging schnell rum und dann kamen wir auch gegen 17 Uhr am Rathaus von Vincennes, der Partnerstadt von Castrop-Rauxel, vor den Toren von Paris an. Dort wurden wir freudig von unseren Austauschpartnern begrüßt und kamen das erste Mal ins Gespräch. Anschließend nahmen uns die stellvertretende Bürgermeisterin von Vincennes, die Schulleiterin unserer Partnerschule, dem Collège Francoise Giroud, begleitet vom stellvertretenden Schulleiter, den französischen Lehrern und den Gastfamilien in Empfang. Es gab für alle Getränke, Plätzchen und ein Gastgeschenk der Stadt Vincennes für jeden deutschen Gast. Nach dem Empfang gingen wir alle mit unseren Austauschpartnern nach Hause und haben dort den Abend in den Gastfamilien ausklingen lassen.

Dienstag, 24. September

Am Dienstagmorgen startete der Tag für uns um 8 Uhr in unserer französischen Partnerschule. Dort wurden wir vom stellvertretenden Schulleiter, der französischen Deutschlehrerin Madame Lair und unseren deutschen Lehrern begrüßt und dann in verschiedene Gruppen aufgeteilt.

Die Hälfte unserer Gruppe hat den Vormittag in französischen Klassen miterlebt. Die andere Hälfte hat den Vormittag mit ihren Austauschpartnern zunächst in der Sporthalle und dann in Workshops verbracht. Um ca. 12 Uhr gab es für alle Essen in der französischen Mensa – mit Musik im Hintergrund! Die Mittagspause war für uns fast zwei Stunden lang, für uns Deutsche war das sehr lang, da wir eine so lange Mittagspause nicht gewohnt sind und außerdem nicht ins Gebäude durften, sondern auf dem sehr engen Schulhof bleiben mussten. Aber dank unserer Lehrer konnten wir dann doch ins Gebäude, uns ein wenig aufwärmen und das französische CDI (Schülerbücherei/Selbstlernzentrum) besichtigen. Nach der Pause wurden dann die Gruppen getauscht und die eine Gruppe ging in den französischen Unterricht, während die andere in die Sporthalle und anschließend in Workshops gegangen ist.

Um 17 Uhr war dann der lange Schultag zu Ende. Es war spannend und interessant den französischen Schulalltag mitzuerleben, außerdem hat jede Gruppe jeweils mindestens eine Stunde Sport gemacht. Nach der Schule sind dann einzelne Schülerinnen und Schüler mit ihren Partnern noch zum Sport oder anderen Freizeitaktivitäten gegangen. Den Abend verbrachten wir dann wieder in den Gastfamilien, wo meistens – anders als bei uns in Deutschland –  erst gegen 20 Uhr oder später mit der Familie gegessen wurde. Dann ging ein langer Tag zu Ende.

Mittwoch, 25. September

Der Morgen begann für uns alle um 8.30 Uhr. Wir trafen uns dieses Mal an der Metrostation vor dem Vincennes-Schloss, die aber mehrere Ausgänge hat. Trotzdem hatten wir uns dann nach einigen Minuten versammelt und es auch durch die Ticketkontrolle geschafft. Leider war das Wetter nicht so gut, aber wir haben uns trotzdem auf dem Weg zum Montmartre begeben. Wir sind dorthin mit der Metro gefahren und haben es sogar geschafft mit der ganzen Gruppe umzusteigen. Es war für uns alle etwas Neues, diese vielen Menschen in der Metro zu sehen und das schnelle Ein- und Aussteigen mitzuerleben. Als wir am Fuße des Sacre-Coeur an der Metrostation Anvers in Montmartre ankamen, erwartete uns noch mehr Regen. Das schlechte Wetter hielt uns aber nicht auf, wir sind trotzdem die vielen Treppen hochgelaufen und haben uns dann vor dem Sacre-Coeur Paris „von oben“ angeschaut. Nachdem die ersten Fotos gemacht worden waren, gingen wir auch alle in die Kirche. Durch das schlechte Wetter fiel unsere geplante Stadtrallye durch das Viertel buchstäblich ins Wasser, aber als der Regen nachließ, haben uns die Franzosen bei einem Spaziergang berühmte Häuser, Straßen und Plätze in diesem Viertel gezeigt. Anschließend hatten wir noch ein wenig Zeit um auf und um dem berühmten Place du Tertre Souvenirs und Postkarten zu kaufen. Viele stärkten sich auch bei einer typisch französischen Crêpe und erkundeten noch mal in Kleingruppen die Umgebung. Danach haben wir uns wieder auf den Weg zur nächsten Metrostation gemacht und sind von dort aus wieder zurück, quer durch Paris, nach Vincennes gefahren und haben den restlichen Tag in den Gastfamilien bzw. mit unseren Gastschülern verbracht. Einige sind dann noch ins Zentrum von Vincennes gegangen oder haben wieder ihre Partner bei deren üblichen Freizeitaktivitäten begleitet.

Donnerstag, 26. September

Am Donnerstagmorgen trafen wir uns um 9 Uhr. Dieses Mal fuhren wir nicht mit der Metro, sondern mit einem Reisebus, die Fahrzeit betrug zwei Stunden. Der Bus brachte uns dann über den Periphérique, die Stadtautobahn um Paris herum, zu unserem Ausflugsziel: An diesem Tag stand ein Ausflug der gesamten Gruppe in die Normandie in das Künstlerdorf Givenchy auf dem Programm. Angekommen im Museum haben die deutschen Schülerinnen und Schüler im Museum erst einmal Audioguides (in deutscher Sprache) bekommen, während die französischen Schüler eine Führung hatten um im dortigen Museum die Werke einiger Impressionisten, insbesondere Claude Monets, kennenzulernen. Es waren interessante Bilder, über die wir durch die Audioguides noch mehr erfahren haben. Anschließend hatten wir eine Pause und haben uns mit der gesamten Gruppe bei einem Piquenique gestärkt und unser mitgebrachtes Lunchpaket gegessen. Danach sind wir dann in  die „Jardins de Monet“ (Gärten des Malers Monet) gegangen, um diese zu besichtigen. Dort wurden unglaublich viele Fotos gemacht und viele schöne Pflanzen gesehen. Außerdem ist in diesem Garten auch das Haus von Monet. Auch dort konnten wir hineingehen und uns angucken, wie der Künstler gelebt hat. Das war sehr interessant, da man dort noch die alten Möbel sehen konnte – zusätzlich waren dort auch noch weitere Gemälde ausgestellt. Am Ende haben wir noch einige Souvenirs im Shop gekauft, noch mehr Fotos gemacht und sind dann mit dem Bus wieder zurück nach Vincennes gefahren. Bei der Rückkehr durch Paris haben wir noch mit dem Bus eine Stadtführung entlang der Seine gemacht – hier haben wir auch unseren ersten Blick auf den Eiffelturm erhascht und die ersten Fotos vom Turm gemacht. Die Stimmung im Bus war super, es wurde gesungen und geredet!

Freitag, 27. September

Am Freitag trafen wir uns um 9 Uhr – dieses Mal wieder an der Métrohaltestelle vor dem Schloss: Es ging wieder nach Paris! Wir hatten uns schon alle darauf eingestellt, dass wir viel laufen müssten. Aber erst einmal sind wir mit der Métro bis zur Station „Hôtel de ville“ zum Rathaus von Paris gefahren – und auf dem Weg dahin passierte es: Einige Schülerinnen und Schüler waren schon in einer Métro, in die wir nicht alle schnell genug eingestiegen sind. Glücklicherweise war Herr Rohmann bei ihnen und an der nächsten Haltestelle sind sie wieder ausgestiegen und dann in der nächsten Bahn wieder zu uns gestoßen. So sind wir dann doch alle gemeinsam angekommen. Dort haben wir von Madame Lair, der französischen Lehrerin, eine Führung bekommen. Sie hat uns durch das Marais und die älteste Straße von Paris geführt, auf die Place des Vosges, auf die Ile St Louis, zur Kathedrale Nôtre Dame, an den Bouquinistes am Seineufer vorbei – inklusive des nun schon obligatorischen Piqueniques auf einer Seine-Insel bei wunderschönem Sonnenschein. Gestärkt ging es dann ins Musée d’Orsay. Dort hatten wir dann wieder Gelegenheit mit deutschen Audioguides das Museum zu besichtigen. Allein das Gebäude – ein ehemaliger Pariser Bahnhof – war sehr beeindruckend. Die französischen Schülerinnen und Schüler hatten in der Zeit wieder eine Führung in französischer Sprache. Nach der Besichtigung sind wir durch die Tuilleries zum Louvre gegangen, aber aus Zeitmangel leider nicht mehr in das Museum rein. Dennoch haben wir die Gelegenheit genutzt und sehr viele Fotos im Parc und vor der Pyramide des Louvres gemacht, um dann wieder zur nächsten Metrostation zu laufen und dann wieder nach Hause zu fahren. Es war ein schöner, aber auch sehr anstrengender Tag, an dem wir über 20 000 Schritte gelaufen sind!

Samstag/Sonntag, 28./29. September

Das Wochenende haben wir größtenteils in unseren Gastfamilien verbracht. Einige sind mit ihren Familien wieder ins Zentrum von Paris zum shoppen gefahren, oder haben sich dort noch einmal mehr die Stadt angeguckt und viele verschiedene Sehenswürdigkeiten besichtigt, z.B. den Eiffelturm, den Louvre oder die Katakomben.

Am Samstag gab es um 17 Uhr noch eine deutsch-französische Party in der Schule. Jeder hat etwas zu Essen oder Trinken mitgebracht. Es wurde Musik gespielt und viel dazu getanzt. Anschließend haben wir im Rekordtempo aufgeräumt und die Schule gegen 20.30 Uhr wieder verlassen. So haben wir alle die letzten beiden Tage in Frankreich noch genossen.

 

Montag, 30. September

Am Montag trafen wir uns um 8 Uhr vor dem Rathaus von Vincennes. Dort verabschiedeten wir uns von unseren Austauschschülern und ihren Familien. Gemeinsam sind wir dann vom Rathaus zum Bus gegangen und haben schnell das Gepäck eingeladen um dann blitzschnell die besten Plätze im Bus zu sichern. Fröhlich quatschend sind wir dann so wieder zurück nach Castrop-Rauxel gefahren, haben im Bus Fotos ausgetauscht, Geschichten erzählt oder auch schon Mathe für die nächsten Arbeiten gelernt. Außerdem beschäftigte uns alle die Frage, was wir mit unseren französischen Gästen im Mai beim Gegenbesuch unternehmen würden? Wir werden sehen…

Maja Liebethal, 8e

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Austausch mit dem Falufri-Gymnasium in Falun, Schweden

Austausch mit dem Falufri-Gymnasium in Falun, Schweden

Freitag, 5. April  

Am Freitagmorgen um 4.30 Uhr in der Früh traf sich die zwölfköpfige Schüler- und Schülerinnengruppe  der EF am Castroper Hauptbahnhof. Empfangen wurden wir durch die zwei  begleitenden Lehrerinnen Frau Schürholz und Frau Höckelmann. 

Gemeinsam begaben wir uns auf die Reise, wobei wir zunächst den Zug und ab Düsseldorf  das Flugzeug nahmen.  Die nächtliche Aufbruchszeit sorgte zwar für ermüdete Gesichter, brachte jedoch zeitgleich auch den Vorteil einer frühen Ankunft in Schweden mit sich. So konnten wir zwar noch nicht unser Gepäck in die Zimmer der Jugendherberge bringen,  dieses jedoch in der Wäschekammer übergangsweise unterstellen und in den ersten Tag in Stockholm starten.

Hier besuchten wir gleich zwei Museen,  zunächst das Freilichtmuseum Skansen und das Vasamuseum,  welches um das aus der See geborgene Schiff Vasa aus dem 17. Jahrhundert gebaut wurde. Gemeinsam traten wir anschließend den Heimweg an und bezogen die Zimmer in der Jugendherberge,  von denen wir einen beeindruckenden Blick auf das Hausschiff im Hafen hatten.  Anschließend trennten sich die Kleingruppen und gestalteten den Rest des Tages alleine.  Hierbei blieben einige von uns in der Jugendherberge und machten Gebrauch von einem Pizzaservice oder dem hauseigenen Restaurant, während andere auch in die Stadt gingen und dort gemeinsam aßen. Trotz des schönen Tages waren wir am Ende alle so müde, dass wir schon früh schlafen gingen.

Samstag, 6. April

Am Samstagmorgen starteten wir gemeinsam um 8 Uhr mit einem ausführlichen Frühstück im Hostel in den Tag.  Hier wurden die ersten Eindrücke des vorigen Tages,  aber auch die Pläne für den Tag ausgetauscht. Danach holten wir unsere Koffer aus den Zimmern und begaben uns gut gestärkt auf eine gemeinsame Stadttour durch Stockholm.  Diese wurde geleitet von Frau Höckelmann, die uns mit ihrem über 20 Jahre angesammelten Wissen die Hauptstadt näher bringen konnte.  Ein besonderer Höhepunkt des Tages war der zeremonielle Wachwechsel um 12 Uhr mittags, der von Musik unterstützt einherging.  Anschließend teilte sich die Gruppe auf und wir hatten vier Stunden zur freien Verfügung.  Um 16 Uhr 45 traf sich dann unserer Gruppe, um den Zug nach Falun zu nehmen.  Dort wurden wir von der schwedischen Gruppe empfangen, die uns begrüßte und uns zu unseren Familien brachte. An diesem Abend wurde somit für viele der erste Kontakt zu ihren schwedischen Familien hergestellt, ein Eintauchen in eine neue Welt. 

Sonntag, 7. April

Für den ersten Tag in Falun war ein winter- und schneebetontes Programm geplant,  so traf sich die deutsch-schwedische Gruppe um 11 Uhr morgens am unteren Ende der Skischanze etwas abseits der Stadt.  Von dort liefen wir den Hügel zum oberen Ende der Schanze hinauf,  während die Lehrer per Auto chauffiert wurden. Auf der Skischanze hatten unter anderem im Jahr 2015 die 50. Nordischen Skiweltmeisterschaften stattgefunden.

An die Besichtigung schloss sich ein gemeinsames Lagerfeuer auf dem Hügel an,  das wir, bzw. eher unsere schwedischen Partner, entfachten. An diesem konnte wir uns wärmen und stillten mit selbst gemachten Hotdogs unseren Appetit. Das enge Zusammenrücken brachte die Gruppe somit auch näher zusammen.  Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg nach unten,  wobei am unteren Ende des Hügels ein wintersportliches Programm geplant war.  Die Tage zuvor hatte es in Falun stark geschneit,  wovon aber nur ein paar weiße Schneestellen übrig geblieben waren.  Diese und die präparierten Pisten für die Langlaufskifahrer nutzen wir jedoch aus, fuhren den Hügel mit den Schlitten hinunter und machten eine Schneeballschlacht, wobei sich die deutsche Gruppe der schwedischen gegenüberstellte.  Trotz des wenigen Schnees verbrachten wir so draußen einen spaßigen Tag.  Um uns aufzuwärmen ging anschließend ein Teil der Gruppe noch gemeinsam in ein Cafe, in Falun selbst, um dort den Tag ruhig ausklingen zu lassen.

Montag, 8. April

Der erste Tag der neuen Woche startete für uns mit dem Treffen im schwedischen Gymnasium.  Dort wurden wir zunächst von den schwedischen SchülerInnen umher geführt,  dann aber trennten sich unsere Wege.  Unser Weg führte uns zuerst zur Falurödfärg-Fabrik,  in der die typische rote Farbe für die Außenfassaden der schwedischen Häuser hergestellt wird. So lernten wir,  dass das Geheimnis der intensiven Farbe im Rost auf den stark eisenhaltigen Steinen liegt,  die in der daneben liegenden Kupfermine abgebaut wurden. 

Danach besichtigten wir auch die eben genannte Kupfermine.  Dort führte uns ein Guide auf 67 Meter herab,  während er uns die Geschichte der alten Mine durch Effekte und schaurige Erzählungen näher brachte.  

Nach Beendigung der Tour fuhren wir gemeinsam zur Krankenhauskantine, die auch als Mensa für unsere Partnerschule dient. Dort trafen wir uns mit den schwedischen SchülerInnen und kosteten von dem vielseitigen Angebot, unter anderem den berühmten Köttbullar. Frisch gestärkt fuhren wir so zum expressionistischen Haus des Künstlers Carl Larsson und seiner Frau, in dem uns ein Guide herumführte.

Später fuhren wir wieder zur Schule, da die schwedischen Schüler dort noch eine mündliche Prüfung in Deutsch zu absolvieren hatten. Überraschenderweise wurden wir gebeten, als Prüfungspartner zu dienen und so zogen wir uns mit unseren schwedischen Partnern  in separate Räume zurück,  wo wir die Prüfung per Handy aufnahmen und der Deutschlehrerin schickten.  Anschließend aßen wir gemeinsam Pizza und schauten uns die Bilder des Besuches der Schweden an.  Zudem hatte ein Schüler als Überraschung ein Kahootquiz über Schweden erstellt,  in dem wir unser Wissen testen konnten. Im Anschluss hörten wir gemeinsam traditionelle Musik aus Schweden,  aber auch aus Deutschland. So ließen wir den Abend ausklingen und machten uns dann gegen acht Uhr auf den Rückweg zu unseren Familien. 

Dienstag, 9. April

An diesem Tag erwartete uns ein kompaktes Programm. Um 8 Uhr 30 trafen wir uns an der Schule und fuhren direkt mit Autos in Richtung Siljansee. Leider konnten uns die Schweden an diesem Tag nicht begleiten,  da diese eine Mathearbeit hatten.  Auf der Fahrt hielten wir auf Wunsch der schwedischen Lehrerin Lena an einem Stoffladen an,  in dem wir spontan auch die Produktion traditioneller Stoffe besichtigen durften.  Jedoch war in diesem Laden für die meisten eher der ladenangehörige Hund interessanter, der so mit Streicheleinheiten von jeder Seite beglückt wurde. Anschließend setzten wir unseren Weg fort,  legten jedoch einen weiteren Stopp an der Knäckebrotfabrik ein.  Hier konnten wir zwar nicht die Produktion begutachten,  allerdings war es uns möglich, im hauseigenen Geschäft günstig einzukaufen. Dies taten auch viele,  so dass wir mit einer großen Menge an  Knäckebrot im Kofferraum weiter in Richtung Siljansee fuhren. 

Dort angekommen aßen wir in einer kleinen Hütte zu Mittag und betrachteten den See von dem höchsten Punkt eines daneben liegenden Berges.  Hier war es uns jedoch auf Grund des eisig kalten Windes nicht möglich, lange zu bleiben,  so dass unsere Gruppe aufbrach zur Dalapferd-Fabrik in Nüsnäs. Dort konnten wir den Arbeitern bei ihrem Handwerk zuschauen und zusätzlich auch Dalapferde und andere Souvenirs erwerben. Allerdings blieb uns an diesem Ort nicht viel Zeit,  da unser letzter fester Programmpunkt ein Museumsgang durch das Künstlerhaus von Anders Zorn um 16 Uhr war.

Hierbei wurden wir durch das für die Zeit stark innovative Haus geführt, das einen Kontrast zu dem am Vortag besichtigten Künstlerhaus bot. 

Nach der Führung traten wir den anderthalbstündigen Rückweg an, auf welchem wir von –  für unsere Verhältnisse –  starkem Schneefall überrascht wurden. 

In Falun trennten sich dann die Wege der Lehrer und Schüler. Die meisten von der schwedisch-deutschen Gruppe sammelten sich jedoch noch einmal gemeinsam in dem für Schweden typischen Fastfood-Restaurant Max, wo wir aßen und uns über den Austausch unterhielten. Am späteren Abend kehrten wir dann zu unseren Gastfamilien zurück,  wo wir dann einen letzten Abend mit diesen verbrachten. 

 

 Mittwoch, 10. April 

Der Morgen begann für alle wie gewohnt mit einem Treffen um halb neun in der Schule. Da uns noch zwei Stunden bis zum gemeinsamen Mittagessen verblieben,  beschlossen wir, gemeinsam mit unseren Austauschschülern in ihren Unterricht zu gehen.  Dies bot uns die Chance, auch in ihre Stunden einzutauchen und ansatzweise ihr Schulsystems mitzuerleben. Um halb 11 trafen wir uns dann gemeinsam in der Krankenhausgastronomie,  in der wir ein letztes Mal gemeinsam aßen. In dieser Zeit brachte die schwedische Lehrerin unsere Koffer mit dem Auto zum Bahnhof,  so dass wir sie nicht selbst schleppen mussten.  Dort sammelten wir uns dann und verabschiedeten uns. Winkend liefen die Schweden unserem abfahrenden Zug hinterher, mit dem wir uns in die Stadt Uppsala begaben.  Dies war unser letzter Zwischenstopp der Reise.  In Uppsala erkundeten wir so in Eigeninitiative die Stadt und tätigten hierbei die letzten Einkäufe.  Anschließend nahmen wir den Bus nach Stockholm,  von wo wir um 20 Uhr den Flieger zurück nach Düsseldorf nahmen,  und unsere Reise ein Ende nahm. 

Der Schwedenaustausch war für viele von uns die Chance, ein anderes Land hautnah zu erleben. Anders als bei normalen Urlauben konnten wir so in den Alltag von Teenagern unseres Alters eintauchen und uns auch für unseren inspirieren lassen. 

Wir lernten vieles,  nicht nur neue Vokabeln und den Klang einer anderen Sprache,  sondern auch in sozialer Weise, Kontakte zu knüpfen und uns in eine anderen Umgebung einzuleben. Hierbei wuchsen die zwei unterschiedlichen Gruppen im Laufe der Zeit zu einer Gruppe zusammen. Aus Fremden wurden Freunde und aus Erwartungen Erinnerungen.  

Dies haben wir besonders den engagierten Lehrerinnen zu verdanken, die auch in diesem Jahr den Austausch in all seinen Zügen ermöglichten. Hierbei ist besonders  zu erwähnen,  dass dies der 20.  deutsch-schwedische Austausch war,  der ein weiteres Mal als sehr gelungen und als tolle Erfahrung zu bewerten ist.  

An der Stelle spreche ich im Namen der gesamten deutsch-schwedischen Gruppe ein herzliches Dankeschön an Frau Rita Höckelmann, Frau Bettina Schürholz und Frau Lena Menkens aus.

Nina Arnsberg

 

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