Umwelt- und Klimaschutztage am EBG

Umwelt- und Klimaschutztage am EBG

Die Schülerinnen und Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums nutzen die Saure-Gurken-Zeit zwischen der Notenvergabe und den Sommerferien, um sich intensiv mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz zu beschäftigen.

In den ersten drei Tagen der letzten Schulwoche gab es am EBG nur ein Thema: Umweltschutz! In 31 Projektgruppen arbeiteten sich die rund 600 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen in Themen wie z.B. Artenschutz in Amazonien, Energieeffizienz im Alltag, nachhaltiger Konsum und Müllvermeidung oder Geothermie ein. „Wenn wir als Gesellschaft erfolgreich gegen den Klimawandel angehen und nachhaltig unsere Umwelt schützen wollen, müssen wir unsere Lebensweise und unser alltägliches Verhalten überdenken und ändern“, erläutert Dr. Mayer, der Schulleiter des Ernst-Barlach-Gymnasiums. „Da das EBG sich auf den Weg gemacht hat, die erste klimaneutrale Schule in Castrop-Rauxel zu werden, ist es wichtig, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich über alle Aspekte des Umwelt- und Klimamschutzes informieren und sie unterstützen.“

„Grundsätzlich sollten sich die Schülerinnen und Schüler am Montag in die Themen ihrer Projektgruppen einarbeiten und die Exkursionen am Dienstag vorbereiten,“ erläutert Ines Grebien, die Organisatorin der Projekttage. „Am Mittwoch wurden die Ergebnisse zu aussagekräftigen Plakaten zusammengestellt und in der Aula und Pausenhalle des EBG ausgestellt, so dass sich jeder die Ergebnisse der anderen Gruppen intensiv anschauen konnte.“

Am Exkusions-Dienstag waren die meisten Gruppen in der ganzen Region unterwegs. Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen besuchten die Zoos in Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen und haben sich über den Artenschutz informiert.

Die siebten Klassen erarbeiteten das Thema Nachhaltigkeit und besuchten dazu unter anderem das Wildgehege im Grutholz, einen Lernbauernhof oder das AGARD Naturschutzhaus im Westfalenpark und haben sich die Arbeit vom Repair Café Castrop-Rauxel und DoCas Blinker erklären lassen.

Die achten Klassen beschäftigten sich mit Energieeffizienz und Müllvermeidung/Mülltrennung und trafen sich in diesem Zusammenhang mit Naturschutzverbänden wie Greenpeace oder dem WWF und der Verbraucherzentrale NRW. Außerdem besuchten sie den Umweltbus der EnergieAgentur NRW, der an diesem Dienstag am EBG Station machte.

Die Oberstufe untersuchte die erneuerbaren Energien, energieeffiziente Technologien und Recycling und besuchte dazu mehrere Lehrstühle an den Universitäten und Fachhochschulen in Bochum und Dortmund, Schülerlabore, eine Photovoltaikgroßanlage oder das Museum Strom und Leben im Umspannwerk Recklinghausen.

Bei der Planung der Projekttage waren neben einem Team aus dem Kollegium des EBG rund um Ines Grebien auch die GERTEC Ingenieurgesellschaft, welche den Auftrag hat, das Projekt klimaneutrale Schule zu betreuen, und der Bereich Umwelt- und Klimaschutz beim EUV Stadtbetrieb beteiligt.

Bericht der Projektgruppe Photovoltaik

Die Projektgruppe Photovoltaik besuchte am Dienstag, den 11.7.2017 eine 20.000 qm großflächige Photovoltaikanlage auf dem Deusenberg, einer rekultivierten Altdeponie in Dortmund-Huckarde. Auf dem Hügel hat die Firma Entegro aus Fröndenberg eine Anlage errichtet, die aus 12.725 Solarmodulen besteht und für bis zu 1000 Haushalte Strom erzeugt. Drei Trafohäuschen stehen neben den langen Solarpaneelen, eines hat der Firmeninhaber Herr Röttger den Schülern vom EBG geöffnet und erklärt. Ganze dreizehn Sattelschlepper waren für die Anlieferung der Paneele erforderlich. Die Aufständerung und die Befestigung der Solarmodule erforderte viele Stunden Arbeit. Ein Zaun und eine Alarmanlage sichern das Solarkraftwerk. 8,5 Cent kostet eine produzierte Kilowattstunde regenerativer Energie, also ein Drittel weniger als Mischstrom aus Atom-, Kohle- und Wasserkraftwerken.

Am Montag, den 10.7.2017 hielt Herr Werkle von Bürger-Solar aus Castrop-Rauxel einen Vortrag über die Nutzung und Entwicklung der Solar- und Windenergie in Castrop-Rauxel. 6 Windräder gibt es mittlerweile in Castrop-Rauxel und etliche Photovoltaikanlagen auf privaten und öffentlichen Dächern, unter anderem auf dem Dach unserer Schule.

Die Projektgruppe hat sich mit vielen Fragen beschäftigt, die den folgenden Plakaten zu entnehmen sind. Warum soll man Solarstrom nutzen? Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus? Wie sieht es mit der Rentabilität von Solaranlagen aus?

Bericht der Projektgruppe Klimatologie

Am Dienstag, den 11.07.2017, durften wir im Rahmen der Projekttage zum Umwelt- und Klimaschutz die Wetterstation an der Ruhruniversität Bochum besuchen. Ein Teil der EF-Stufe und der Q1 hatten die Möglichkeit vieles über Klimaerwärmung, Klimawandel und Klimaschutz zu lernen.

Begleitet wurden wir von Prof. Dr. Katja Trachte und einem Doktoranden. Sie führten uns die Wetterstation vor und erklärten Aufbau und Funktion. Diese lag zur bestmöglichen Bestimmung der Wetterverhältnisse außerhalb des Campus, 50 m von den Gebäuden entfernt. Dort wurden uns verschiedenste Instrumente zur Messung des Niederschlags, der Temperatur, des Luftdrucks und der UV-Strahlung gezeigt. Uns wurde auch die historischen Messweisen der Klimatologie vorgeführt, denn es gab an der Klimastation verschiedenste, auch alte Instrumente, die immer noch benutzt werden.

Insgesamt fanden wir den Besuch der Wetterstation sehr informativ und es war ein sehr schöner Abschluss des Schuljahres für uns.

Jolina und Ioanna

Nebel im Klassenraum

Nebel im Klassenraum

Aktion für den Klimaschutz – Nebel wie im schottischen Hochmoor im Klassenzimmer – warum? Am Mittwoch, 23.11.16, nahmen drei Klassen, der 9er-Differenzierungskurs Biologie sowie die Klassen 5a und 6d, an einer ungewöhnlichen Aktion teil. Ihr Klassenzimmer wurde eingenebelt, so dass man den Sitznachbarn nicht mehr erkennen konnte.

Das EBG hat ein neues, ehrgeiziges Ziel. Es möchte die erste klimaneutrale Schule in Castrop-Rauxel werden.  Doch was hat Nebel im Klassenzimmer damit zu tun.

Um weniger CO2 an die Atmosphäre abzugeben, kann jeder einzelne viele Beiträge leisten, die nicht unbedingt mit Verzicht zu tun haben und einfach clever sind, z.B. richtig heizen und lüften. Genau das sollte das Experiment zeigen. Bei gekippten Fenstern war der Nebel nach fast 6 Minuten noch nicht annähernd aus dem Klassenzimmer entwichen, hingegen war die Luft im Klassenraum bei Stoß-lüftung bereits nach 4 Minuten fast komplett frisch und der Nebel weggezogen.

 

Das bedeutet, dass ca. ein Drittel des Ausstoßes von CO2 am EBG eingespart werden kann, wenn alle Schülerinnen und Lehrer darauf achten, dass in der Heizperiode Fenster nicht gekippt werden, sondern in jeder Unterrichtsstunde zwei Fenster für 5-7 Minuten komplett geöffnet werden und sonst geschlossen bleiben. Damit könnten jährlich 20.000 Euro Energiekosten gespart werden, die dann in andere wichtige Anschaffungen und Reparaturen investiert werden – das wäre doch etwas, für das es sich lohnt, clever zu lüften, oder?

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